Beabsichtigter Schüleraustausch mit Hangzhou/China um die Herbstferien 2005

Falls ausreichendes Intersse besteht ist für die Zeit um die Herbstferien 2005 ein Austausch mit Hangzhou in China geplant. Nähere Informationen über die Fahrt entnehmen Sie bitte der druckbaren Worddatei, Informationen über Hangzhou finden sie auf dieser Seite

An Eltern / Informationen über die Fahrt

 

Hangzhou

Hangzhou ist eine berühmte Touristenstadt. Obwohl nicht besonders groß, drängen sich hier 40 Sehenswürdigkeiten, für deren Besichtigung eine gute Woche einzuplanen ist. Der sechs Quadratkilometer große Westsee ist der Stolz dieser Provinzhauptstadt, und die meisten lohnenswerten Ziele befinden sich in seiner Umgebung. Anders als die künstlich angelegten Seen in so mancher anderen Stadt ist der Westsee ein natürliches Gewässer, und sein Anblick ist zu jeder Jahreszeit einfach bezaubernd. Gelehrte und Dichter haben ganze Bände mit Gedichten und Prosa gefüllt, in denen sie von ihrem Besuch am Westsee schwärmen. Einige ließen sich gar hier nieder, und manch einer zog sich für ein Einsiedlerleben hierher zurück. In der überwältigenden Fülle an Sehenswürdigkeiten eröffnet sich mit jedem Schritt ein weiterer bezaubernder Anblick. Die Landschaft ist poetisch, malerisch, vergänglich. Hier wird jedes Souvenirfoto zum meisterhaften Landschaftsgemälde.

Hangzhou ist die Hauptstadt der Provinz Zhejiang und das Zentrum der Politik, Wirtschaft und Kultur sowie der Verkehrsknotenpunkt der gesamten Provinz. Hangzhou liegt am Nordufer des Qiantang-Flusses und bildet den südlichen Endpunkt des Großen Kanals. Die Stadt ist bekannt als Touristenstadt und als eine der sieben alten Metropolen des Landes. Schon im 13. Jahrhundert bezeichnete der italienische Reisende Marco Polo Hangzhou in seinem Reisebericht als die "schönste und prächtigste Stadt der Welt".

 

Stadt mit Geschichte

Die Stadt hat eine lange Geschichte. Schon vor 5.000 Jahren war Hangzhou eine wichtige Wohnstätte der Chinesen. In der Zeit der Südlichen Song-Dynastie (1127-1279) trug Hangzhou den Namen Lin'an und diente über 150 Jahre als Regierungssitz der Monarchie und war Zentrum der Politik, Wirtschaft und Kultur des ganzen Landes.

Damals vor etwa 800 Jahren war Hangzhou die wohlhabendste Stadt der Welt. Die Tradition des müßigen Nichtstuns, welche die Hangzhouer heutzutage so ausgiebig pflegen, lässt sich auf diese Epoche des Reichtums zurückführen. In früheren Zeiten war das Teetrinken die elegante und feine Art, die Stunden verstreichen zu lassen - dafür mussten allerdings gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Zunächst einmal musste das Wetter angenehm und die Landschaft schön sein. Zweitens hatten das Wasser, der Tee und das Teegeschirr von höchster Qualität zu sein. Heute hat das Teetrinken die Förmlichkeit alter Tage verloren und begleitet eher eine Mahlzeit. Um den Westsee herum gibt es Restaurants, die Speisen und auch Tee anbieten. Ihr Dekor und die Hintergrundmusik sind zwar im alten Stil gehalten, doch das Scheppern von Geschirr und Besteck zerstört gründlich jene Stille, die eigentlich nötig wäre, um eine Tasse Tee in aller Form zu genießen. In den letzten Jahren sind mehr und mehr Cafes eröffnet worden, die wohl auf längere Sicht die alten Teehäuser ersetzen werden. Ihre bequeme Ausstattung, die ausladenden Pflanzen, das gedämpfte Licht und die eingängige Musik ziehen eine wachsende Klientel unter den Besserverdienenden an.

 

Der Westsee

Der Westsee ist in China so bekannt wie der Genfer See in Europa. Ihm verdankt die Stadt die wohlklingende Bezeichnung ,"Paradies auf Erden". Er liegt im Westen Hangzhous und nimmt eine Fläche von 5,65 Quadratkilometern ein. Auf seinen drei Seiten ist der Westsee von grünen Höhen eingefasst und auf dem See gibt es die Inselchen Gushan, Xiaoyingzhou, Huxinting und Yuangongdun. Der Su- und der Bai-Damm durchschneiden das klare Seewasser und teilen ihn in fünf Teile. So wirkt die gesamte Landschaft sehr abwechslungsreich. Su Dongpo, ein berühmter Dichter aus der Song-Zeit, lobte in einem Gedicht die wunderschöne Seelandschaft und verglich den See mit Xi Shi (einer legendären Schönheit aus Zhejiang).

Die Einwohner Hangzhous betrachten den Westsee als ihren Lebensmittelpunkt. Sie kommen für ihre Mahlzeiten hierher, für einen Tee, ganz allgemein, um ihre freie Zeit zu verbringen. Manche gehen nicht ins Bett, ohne einen Spaziergang am Ufer absolviert zu haben. Die Hotels, Restaurants und Teehäuser am See machen ausnahmslos gute Geschäfte. Alle Einheimischen genießen die Streifzüge durch die wunderschöne Landschaft sichtlich, und gelegentlich begegnet man ihnen zu dritt oder gar zu viert beim Lustwandeln auf dem Bai- oder dem Su-Damm. So mancher wird an einem schönen Tag der Versuchung nicht widerstehen können und die Arbeit ruhen lassen, um am Seeufer auszuspannen. Am Wochenende strömen ganze Familien am See zusammen, und die begehrtesten Stellen sind bald mehr als gut besetzt. Die Leute sitzen auf dem samtweichen Rasen und genießen die Frühlingssonne, während sie ihre Energiereserven mit den mitgebrachten Esswaren und Getränken wieder auffüllen. Sie schwatzen, lachen, scherzen vor den wunderschönen Blumen in ihrem Rücken und ergeben sich dem Schlaf, wenn er sie übermannt. Seit der Sui- und Tang-Zeit war der Städtebau Hangzhous aufs engste mit der Regulierung des Westsees verbunden. Nach der Gründung der Volksrepublik China wurde der Westsee mehrmals reguliert. Das jüngste Projekt wurde im letzten Jahr beendet. Dabei wurde nicht nur der Südteil des Sees verändert, sondern auch die Umgebung verbessert. Darüber hinaus wurden alle Zäune und Mauern der Parks abgerissen, so dass man diese Parkanlagen nun kostenlos besichtigen kann.

 

Stadt der Romantik und der Kunst

Neben dieser wunderbaren Szenerie und den Sehenswürdigkeiten kann Hangzhou mit vielen romantischen Geschichten aufwarten. Unter den klassischen Erzählungen findet sich die Legende von Su Xiaoxiao, einer berühmten Kurtisane. Su Xiaoxiao war schön und gewandt. Eines Tages, als sie die Sehenswürdigkeiten besuchte, traf sie einen jungen Mann aus einer adligen Familie. Es war Liebe auf den ersten Blick. Einige Tage später kehrte der Mann nach Hause zurück und kam nie wieder. Die 19-jährige Xiaoxiao erlag schließlich einer tödlichen Krankheit. Es gibt eine ganze Menge von Gedichten, die sie besingen, und auf dem Su-Damm wurde ihr ein Denkmal errichtet.

Ein anderes romantisches Märchen handelt von der Liebe zwischen einem jungen Mann namens Xu Xian und der "Weißen Schlange". Die Weiße Schlange ist eine Unsterbliche, welche auf Erden die Form einer schönen Frau annahm, sich jedoch nach einigen Gläsern Wein in eine weiße Schlange verwandelt. Ihre Liebe bestrafte die Gesellschaft mit Verachtung, und die Weiße Schlange endete im Kerker unter dem Leifeng-Turm, während Xu Xians Familie in alle Winde verstreut wurde.

Auch die Hangzhouer von heute sind sehr romantisch, und der Westsee ist der Ort, wo sie sich den Hof machen. In der Dämmerung versammeln sich die Liebespaare am Seeufer, so wie man es vom Bund in Shanghai gewohnt ist.

Von der romantischen Natur der Hangzhouer ließ sich mancher Künstler inspirieren. Die Stadt brachte zahlreiche Gelehrte und Schriftsteller hervor, und Kunst liegt hier förmlich in der Luft. Jedes Gebäude ist ein Prachtstück, ganz besonders diejenigen am Westsee - durch den Ort weht Nostalgie. In den Parks wie Taiziwan oder Gushan werden oft internationale Skulpturausstellungen abgehalten. Die Landschaft gibt eine vorzügliche Kulisse für die Werke ab, die wiederum die Umgebung bereichern.

In der Innenstadt, an der Nanshan-Straße, an der sich jetzt Galerien, Teehäuser und Bars aneinander reihen, steht die Kunstakademie, deren Ursprünge in die Zeit um 1930 zurückreichen. Eine Gruppe von Künstlern kehrte damals aus Europa zurück und gründete die erste Kunstakademie in China. Diese Künstler führten westliche Maltechniken in China ein und waren die ersten in der chinesischen Geschichte, die Akte malten. Sie revolutionierten die bildenden Künste in China. Nicht wenige wichtige Vertreter chinesischer Malerei des 20. Jahrhunderts absolvierten ihr Studium hier.

 

Stadt der Seide

Die Stadt Hangzhou ist auch wegen ihrer Seide bekannt. In der Seidenraupenzucht und Seidenproduktion hat sie eine lange Geschichte. Der historischen Überlieferung zufolge verstand man hier schon in der Jungsteinzeit, Seidenraupen zu züchten und Seidenfäden abzuhaspeln sowie Seidenstoffe zu weben. In der Zeit der Südlichen Song-Dynastie war Hangzhou das Zentrum der Seidenproduktion und des Seidenhandels in China und wurde deshalb als ,"Stadt der Seide" berühmt.

Die Seide aus Hangzhou zeichnet sich durch ihre gute Qualität und prächtige Farbe aus. In der Han-Zeit wurden die Seidenstoffe aus Hangzhou über die Seidenstraße ins Ausland transportiert. Noch heute ist die Seidenproduktion ein wichtiger Wirtschaftssektor Hangzhous.

Fast alle Touristen, die nach Hangzhou kommen, kaufen hier Seidenprodukte. Ein idealer Platz dafür ist die ,"Seidenstadt", die im Jahre 1987 errichtet wurde. Hier gibt es eine reiche Auswahl an Seidenstoffen, Seidenkleidern, Kunstwerken, Halstüchern, Fächern und Krawatten. Beim Einkauf sollten Sie nicht vergessen zu handeln, damit sie günstiger wegkommen.

 

Der Longjing-Tee

Der Longjing-Tee (Drachenbrunnen-Tee) aus Hangzhou hat eine Geschichte von über 1.200 Jahren. Er zeichnet sich durch seine smaragdgrüne Farbe und den wunderbaren Duft aus. Er ist die feinste Art von Grüntee und wurde früher als Tribut für den Kaiserhof geliefert.

Der Longjing wird nahe eines Dorfes namens ,"Drachenbrunnen" im Südwesten des Westsees, 20 km von der Stadt entfernt, angebaut. Heute gibt es hier auf den Berghängen viele Teeplantagen. Wenn man im Frühling hierher kommt, sieht man überall Mädchen und Frauen Teeblätter pflücken.

Mit dem Teeanbau hat sich die Teekultur in Hangzhou sehr stark entwickelt. überall in der Stadt sieht man Teehäuser, in denen man für etwa 4 Euro einen Tee, eine kalte Vorspeise, ein Gericht, Konfekt und Obst probieren kann. Das Geschäft dieser Teehäuser läuft sehr gut. Manchmal ist es schwierig, hier einen freien Platz zu ergattern. Man geht hierher, nicht nur um sich zu vergnügen, sondern auch um Geschäftsgespräche zu führen.

 

Essen in Hangzhou

AHangzhou ist nicht minder berühmt für seine kulinarischen Künste. Originell gewürzte Soßen prägen die lokalen Gerichte, die nicht zu ölig sind, und ihre Präsentation steht der Landschaft am Westsee um nichts nach. Es gibt mehr als 40 bekannte Gerichte aus Hangzhou, zum Beispiel Saurer Fisch nach Westsee-Art, "Bettlerhuhn", Fischkopf und Tofu, Dongpo- Schweinefleisch, Krebs mit Drachenbrunnen-Tee oder "Tante Songs Fischsuppe".

Fünf von diesen Berühmtheiten sind ein Muss für Besucher: Dongpo-Schweinefleisch ist nach Su Dongpo benannt, einem namhaften Schriftgelehrten der Song-Dynastie. Es ist etwas fett, aber nicht ölig. Für den Sauren Fisch nach Westsee-Art wird zartes Fischfleisch mit einer süß-sauren Soße übergossen. Krebs mit Drachenbrunnen-Tee entstand durch einen Zufall: Einst gab nämlich ein Koch aus Versehen Teeblätter statt Gewürze zum Gericht, doch dem Kaiser schmeckte es so gut, dass es berühmt wurde. "Bettlerhuhn" ist schmackhaft und zart mit einem Hauch von Lotusblättern, "Tante Songs Fischsuppe" pikant.

Um diese bekannten Gerichte zu kosten, suchen Touristen altehrwürdige Restaurants auf. Das "Louwailou" steht am Nordufer des Westsees und ist für seine lokale Küche berühmt, aber relativ teuer. Das "Zhiweiguan" hat sich einen Namen für exquisite Häppchen gemacht. Gedämpfte Teigtaschen, Wonton-Suppe und frittiertes Zuckerwerk sind örtliche Spezialitäten und gar nicht teuer. Zu Mittag und am Abend ist dieser geräumige Esstempel gerammelt voll.

 

Idealer Wohnort

In Hangzhou herrscht ein feuchtwarmes Klima mit vier deutlich zu unterscheidenden Jahreszeiten, mit viel Regen und Licht. Dieses angenehme Klima und die wunderschöne Landschaft machen Hangzhou zu einem idealen Wohnort. In den letzten Jahren hat die Stadtregierung im Städtebau und Umweltschutz einige Erfolge erzielt. Im Jahre 2001 wurde Hangzhou von der UNO mit dem Habitat-Preis ausgezeichnet und im Jahre 2002 als eine "internationale Blumenstadt" bezeichnet.

Die Bewohner Hangzhous verstehen es sehr gut, ihr Leben zu geniessen. Am Wochenende geht die ganze Familie oft zusammen ins Teehaus oder in ein Restaurant. Der April ist die beste Jahreszeit für einen Besuch in Hangzhou. Zu dieser Zeit pflegt man in den Westsee-Park zu gehen. Auch im August, der Blütezeit der Osmanthus-Bäume, geht man in die Parks, um dort im Baumschatten den köstlichen Drachenbrunnen-Tee zu geniessen.

 

Reisetipps

Will man Souvenirs erwerben sollte man wissen, dass die Qualitäten der Hangzhouer sich nicht, wie man meinen könnte, auf ihre sinnliche Ader beschränken. Sie sind so gewieft wie die Shanghaier, und ihr Geschäftssinn steht dem ihrer nordöstlichen Nachbarn in nichts nach. Um die Bedürfnisse der Touristen zu befriedigen, säumen Verkaufsstände die Wushan-Straße, die Seide, Gemälde, Kalligraphien, Antiquitäten und antike Möbel feilbieten. Es gibt echte und gefälschte Antiquitäten, und nur Experten sind in der Lage, einen Unterschied zu erkennen. Die Preise variieren, deshalb empfiehlt es sich, zu feilschen. Es kann vorkommen, dass ein Seidenschal an einem Stand zehn Yuan kostet, an einem anderen jedoch vier. Man vergesse nie, dass der Verkäufer immer schlauer ist. Einheimische Käufer steigen in der Regel mit einem Angebot ein, das leicht über der Hälfte des angegebenen Preises liegt.

Die beste Reisezeit für einen Besuch Hangzhous sind die Monate von April bis Oktober. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten Hangzhous liegen am Westsee und umfassen die "zehn Sehenswürdigkeiten" und die "zehn neuen Sehenswürdigkeiten". Hier eine Auswahl:

Frühlingserwachen am Su-Damm (Sudi Chunxiao): Der Su-Damm, 3.000 Meter lang, wurde in der Nördlichen Song-Dynastie (960-1127) errichtet, als Su Dongpo Gouverneur von Hangzhou war. Der Damm führt über sechs Brücken und ist auf beiden Seiten mit Pfirsichbäumen und Weiden bepflanzt. Zum Frühlingsbeginn ergeben die roten Pfirsichblüten und die grünen Weiden einen entzückenden Anblick. Der Su-Damm steht an erster Stelle unter Hangzhous "zehn Sehenswürdigkeiten".

Schneeschmelze an der gebrochenen Brücke (Duanqiao Canxue): Diese Brücke, auch "Brücke der Liebenden" genannt, ist eine Steinbogenbrücke und Schauplatz der legendären Liebesgeschichte zwischen der Weißen Schlange und Xu Xian. Nach einem Schneefall schmilzt der Schnee auf der Sonnenseite, während er auf der Schattenseite unberührt bleibt – daher der Name "Schneeschmelze an der gebrochenen Brücke".

"Lotos in der Brise im verwinkelten Hof" (Quyuan Fenghe): Dieser Hof war in der Südlichen Song-Dynastie eine Brauerei und wurde nach dem Lotos benannt, der darin wuchs. Hier sind der "Verwinkelte Hof", "Lotos in der Brise", das Seeufer und der "Dichte Hain" zu sehen. Im Gebiet des "Lotos in der Brise" gedeihen Dutzende Arten von Lotos, und der "Dichte Hain" mit seinen hohen Kiefern ist kühl und ruhig, ideal für eine Grillade oder ein Picknick. Herbstmond auf dem ruhigen See (Pinghu Qiuyue): Hier treffen das westliche Ende des Bai-Damms und Gushan (das Inselchen des einsamen Hügels) aufeinander. In eine Steintafel ist die Inschrift "Pinghu Qiuyue" in der Kalligraphie von Kaiser Kangxi aus der Qing-Dynastie eingemeißelt, und vor dem Pavillion lädt eine Terrasse ein, sich hinzusetzen und den Mond zu betrachten.

Fische anschauen im Blumenhafen (Huagang Guanyu): Dies war ehemals ein Privatgarten, berühmt für seine Blumen und Fische, und ist heute ein Park mit einem großen Rasen, einem Blumenhafen, einem Hain und einem Teich mit über tausend roten Karpfen.

Drei den Mond spiegelnde Teiche (Santan Yinyue): Diese Insel, die größte im Westsee, wird auch Xiaoyingzhou genannt. Sie ist für ihre Gärten berühmt. Außerhalb von Xiaoyingzhou stehen drei Steinpagoden, die Hauptattraktion von "Drei den Mond spiegelnde Teiche". Die beste Zeit, um den Mond zu betrachten, ist das Mittherbstfest im September.

Abendglocke am Nanping-Hügel (Nanping Wanzhong): In der Abenddämmerung wird die Nanping-Glocke im Jingci-Tempel geschlagen, und ihr Klang hallt über den Westsee.

Nach Tee fragen im Drachenbrunnendorf (Longjing Wencha): Die "Drachenbrunnen"- (Longjing-) Quelle ist eine von drei berühmten Quellen in Hangzhou, und der Longjing-Tee ist eine von Chinas zehn berühmten Teemarken. Das Drachenbrunnendorf ist bekannt für seinen Tee, und hier Tee zu trinken ist eine faszinierende Erfahrung. Das Dorf ist mit Bus 27 oder Tourbus Nr. 3 erreichbar.

Grüne Bäume in Nebelschwaden bei den neun Flüssen (Jiuxi Yanshu): Dieser Ort wird von den Einheimischen die "Neun Flüsse und 18 Tobel" genannt und eignet sich vorzüglich, um der Sommerhitze zu entfliehen.

Neben den erwähnten Sehenswürdigkeiten lohnt auch ein Besuch des Linyin-Tempels (der Tempel des "Seelenrefugiums"). Am Fuß des Lingyin-Hügels im Nordwesten des Westsees gelegen, ist er einer von zehn Zen-Tempeln in China und blickt auf eine Geschichte von 1.600 Jahren zurück. In der Halle des Großen Helds steht eine neun Meter hohe Statue des auf einer Terrasse in Lotos-Position sitzenden Sakyamuni. Dies ist die größte ihrer Art im ganzen Land. Ebenfalls berühmt ist die örtliche Höhlenkunst. Die meisten Skulpturen und Inschriften stammen aus der Zeit der Fünf Dynastien (907–960) und der Song- (960–1279) und Yuan-Dynastie (1271–1368). Die alte Qinghefang-Straße mit ihren gut erhaltenen alten Quartieren bietet sich ebenfalls für einen Besuch an.

Der wolkenverhüllte Pfad im Bambushain (Yunqi Zhujing): Dieser Ort befindet sich am Fuß des Wuyun-Bergs und ist nach den wolkenverhüllten Pfaden in den Bambushainen benannt. Er ist ruhig und abgeschieden. Die Qing-Kaiser Kangxi und Qianlong kamen oft hierher.

Osmanthus-Regen beim Manlong-Tempel (Manlong Guiyu): Die Umgebung des Tempels ist berühmt für die Osmanthus-Blüten, deren Duft die Gegend erfüllt. Im Oktober wird hier ein 4-wöchiges Osmanthus-Festival veranstaltet. Tigerquelle (Hupao Mengquan): Diese Sehenswürdigkeit befindet sich auf dem Daci-Hügel zwischen dem Westsee und dem Qiantang-Fluss, fünf Kilometer von der Stadt entfernt. Nach der Legende gefielen einem Mönch der Tang-Dynastie diese Hügel so sehr, das er bleiben wollte, doch der Gegend mangelte es an Wasser. Eines Tages beobachtete er, wie zwei Tiger ein Loch gruben, und siehe da, Wasser sprudelte hervor – daher der Name der Quelle. Das klare und süße Wasser, das aus Felsspalten quillt, wird in Flaschen abgefüllt und als Mineralwasser verkauft, aber auch für Tee verwendet. Tee aus Longjing-Blättern und Wasser aus der Tigerquelle wird Weiteruhm als Hangzhouer Spezialität gepriesen.