Wilhelm-von-Oranien-Schule im Lesefieber

 

Zum zweiten Mal fand am Freitag, dem 22. April, in der Wilhelm von Oranien Schule ein "Lesetag" am "Tag des Buches" statt. In Klassenräumen, Klausurräumen, Filmräumen und natürlich in der Bibliothek lasen Schüler und Schülerinnen aus den 9. und 10. Klassen aus ihren Lieblingswerken vor.

In mit Aufwand geschmückten Räumen, immer passend zum Buch, haben Schüler und Schülerinnen der 6. Und 7. Klasse die Möglichkeit, sich einen Eindruck über ein Buch zu verschaffen, welches sie aus einer Auswahl von 34 Büchern frei wählen konnten. Jedem Schüler der 6. und 7. Klasse war es möglich, 3 Lesungen zu besuchen. Wer durch die Gänge streunte, konnte beobachten wie die Zuhörer sich zum Teil kichernd und zum Teil mit ernsteren Mienen über das Buch und den Vortrag stritten, kritisierten und ihren Freunden erzählten, was ihnen gefallen und auch, was ihnen nicht so gut gefallen hat.

Besonders beliebt waren Bücher, die das Thema erste Liebe behandeln, wie z.B. "Flirten erlaubt" von Marliese Arold und "Frontal knutschen" von Louise Rennison. Es kristallisierte sich auch klar eine "Lieblingsautorin" heraus. Mit 4 vorgestellten Büchern und den best besuchten Lesungen führte die Autorin Jana Frey, die auch vor einiger Zeit an unser Schule eine Lesung hielt, die "Autorenbeliebtheitsskala" an. Ihre Bücher behandeln Schwierigkeiten von Jugendlichen, wie z.B. von einem 14 jährigen Mädchen, das schwanger wird oder von einem Mädchen, welches mit 15 Jahren das Augenlicht verliert. In der Vorlesung von eben diesem Buch "Der verlorene Blick" von Jana Frey hat die Gruppe, die dieses Buch vorstellte, ihren Zuhörern zu Beginn die Augen verbunden und ihnen aufgetragen, sich ohne Augenlicht an die Umwelt zu gewöhnen - Wie ist es wohl, blind zu sein? Bei einer anderen Lesung gab es ein kleines Geschenk, das die Zuhörer an das Buch erinnern sollte. In dem Buchvortrag des Buches "Die wilden Hühner" von Cornelia Funke stand auf einem Tisch zwischen Vorleser und Zuhörer ein Plastikhuhn. Für Fußball und das Buch "Was ist was - Fußball" interessierten sich viele Jungs, und ein (!) Mädchen.

Und so war fast jede Lesung ein kleines Abenteuer und nicht nur ein trockener Vortrag. Zu jeder Lesung waren die Schüler aufgefordert, eine kleine Arbeit zu dem Gehörten auszuarbeiten. Sie hatten die Aufgabe ein Bild zu malen, eine Kritik zu schreiben, sich ein Ende oder eine Fortsetzung auszudenken oder ein Gedicht zu schreiben. Doch auch hier hatte jeder seine künstlerische Freiheit und konnte, wenn ihm die Vorschläge nicht gefielen, sich selbst etwas ausdenken.

Die Lehrer nahmen es positiv auf, dass in einer Zeit von Medien wie Computer und Fernseher auch das Buch mal wieder an die Schüler gebracht wird, was auch der Sinn des Lesetages war. Insgesamt war eine sehr positive Atmosphäre zu bemerken und aus der Sicht von Lehren und Schülern ist dieser Tag als Erfolg zu betrachten und so wird beiderseits gehofft, dass auch nächstes Jahr wieder ein Lesetag stattfinden wird.