Professor Gilmanow an der WvO

Dillenburg(rhb). Einen Gast aus dem ehemaligen Königsberg hatte die Wilhelm-von-Oranien-Schule zwei Tage lang. Professor Dr. Wladimir Gilmanow von der Universität Kaliningrad berichtete über die Geschichte seiner Heimatstadt und das heutige Leben in der russischen Enklave. Im Anschluss daran hielt er zwei Vorträge im Rahmen der Lehrerfortbildung für die Pädagogen des Dillenburger Gymnasiums.

Der fünfzigjährige Kulturhistoriker und Germanist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den kulturell-historischen Traditionen Königsbergs und setzt sich mit viel Engagement für die Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschen und Russen ein. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Gilmanow Redakteur der deutschen Abteilung des Königsberger Kuriers und engagiert sich für Straßenkinder in seiner Heimatstadt.

Daher folgte er gerne der Einladung der Fachkonferenz Deutsch an der WvO, die beiden bekanntesten Königsberger Autoren vorzustellen: den Philosophen Immanuel Kant und den romantischen Dichter E.T.A. Hoffmann.

In seinem ersten Vortrag erläuterte Professor Gilmanow in variantenreichem Deutsch den Stellenwert Kants für die Aufklärung, für die nachfolgende Philosophie und für die Gegenwart. Dabei verwies er auch auf den Einfluss des deutschen Philosophen auf die Kultur in der Sowjetunion und im heutigen Russland. Die Wirkungsgeschichte der Literatur E.T.A. Hoffmanns bis in die heutige Zeit stand im Mittelpunkt seiner weiteren Ausführungen. Er erläuterte diese exemplarisch an Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann".

Bevor der russische professor zu einer Preisverleihung nach Wiesbaden weiterreiste, konnten auch die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe den Vorträgen des Literatur- und Sprachwissenschaftlers lauschen.

 

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