Methodenlehrplan(-curriculum) und Methodenpass

Aus der Diskussion um die Ergebnisse der PISA-Studie ergab sich für uns die Notwendigkeit, unseren Schülerinnen und Schülern neben den Lerninhalten, die in den Lehrplänen festgeschrieben sind, verstärkt auch Lern- und Präsentationsmethoden zu vermitteln. Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachbereiche organisierten die konkrete Planung dieses Prozesses in einer Methodengruppe, die in gemeinsamer Arbeit einen Methodenlehrplan (Methodencurriculum) für unsere Schule entwarf. In diesem Methodencurriculum ist verbindlich festgelegt, welche Lern- bzw. Präsentationsmethoden jeder Schüler in seiner Jahrgangsstufe erlernen oder vertiefen soll. Die Gesamtkonferenz hat das Methodencurriculum am 17.07.2003 als verbindlich festgelegt.

Aus dieser Entscheidung ergab sich die Frage, wie die konkrete Umsetzung des Curriculums gewährleistet werden könnte. Während die Fachinhalte ja in Form von Klassenarbeiten und anderen Prüfungen abgefragt werden, fehlte ein solches Kontrollinstrument für den Methodenlehrplan völlig. Als Antwort auf dieses Problem wurde der Methodenpass entwickelt.

Der Methodenpass umfasst pro Jahrgang einen Bogen, auf dem die Methoden und Techniken aufgeführt sind, die – laut Methodencurriculum - in diesem Jahrgang erlernt oder vertieft werden müssen. Zugleich enthält er Angaben darüber, welche Fächer sich für diese Methode anbieten bzw. im Methodencurriculum vorgesehen sind. Wo keine Fächerbindung besteht, entscheidet der Schüler selbst, in welchem Fach er die entsprechende Leistung erbringt, also z.B. ein Referat hält; es ist dann seine Aufgabe, sich diese Leistung von dem Lehrer/der Lehrerin, bei dem/der sie erbracht wurde, im Methodenpass bestätigen zu lassen.

Dadurch wird vermieden, dass z.B. in einem Fach alle 32 Schüler einer Klasse ein Referat halten müssen; die Referate werden sinnvoll auf die Fächer verteilt. Dennoch ist gewährleistet, dass jeder Schüler jede Methode/jede Lerntechnik kennen lernt. Dass die Dokumentation der einzelnen Leistung auf den Schüler übertragen wird, stärkt dabei die Verantwortung des Schülers für den eigenen Lernprozess.

Zu diesem Zweck werden mit diesem Schreiben jetzt die ersten Bögen des Methodenpasses ausgegeben. Ihr Kind legt dafür einen DIN-A-4- Schnellhefter an, in dem über die Jahre die Jahrgangsbögen gesammelt werden. Der Klassenlehrer überprüft rechtzeitig vor Ende des Schuljahrs die Bögen auf Vollständigkeit und fordert ggf. fehlende Leistungen nach. Liegt der Bogen vollständig vor, erhält der Schüler/die Schülerin im Zeugnis den Vermerk „... hat erfolgreich am Methodentraining teilgenommen“. Versäumnisse im Methodenpass können sich auf die Bewertung des Arbeitsverhaltens auswirken. Wurde der Methodenpass über alle Jahrgänge sorgfältig geführt, wird mit dem Abiturzeugnis ein Zertifikat vergeben, in dem die erfolgreiche Teilnahme am Methodentraining bestätigt wird.

Hier finden Sie das im Jahr 2003 an der Schule verabschiedete Methodencurriculum für das Abitur nach 9 Jahren an der WvO:

Methodencurriculum G9 [ PDF ]

Hier ist das neue Methodencurriculum hinterlegt, das für die Klassen gilt, die ab dem Schuljahr 2006/07 von Klasse 5 an die WvO besuchen und innerhalb von 8 Jahren ihr Abitur ablegen:

Methodencurriculum G8 [ PDF ]