An der Entstehung des Grundgesetzes waren viele Männer und Frauen beteiligt. Einige dieser unvergesslichen Personen wollen wir euch nun vorstellen.

Konrad Adenauer ist am 5. Januar 1876 in Köln geboren und am 19. April 1967 in Rhöndorf
gestorben.
Er war der Präsident des Parlamentarischen Rates und der Hauptverhandlungspartner mit den drei Militärsgouverneure der Alliierten und hat sich
für vieles ausgesprochen, wie z.B. Mehrheitswahlrecht, Wahlpflicht und einen gemäßigten
Föderalismus.

Heinrich von Brentano ist am 20. Juni 1904 in Offenbach geboren und am 14. November 1964 in
Darmstadt gestorben.
Er setzte sich für einen föderalistischen Staatsaufbau und dem Bundesratprinzip ein.

Theodor Heuss ist am 31. Januar 1884 in Brackenheim bei Heilbronn geboren und am 12. Dezember 1963
in Stuttgart gestorben.
Er war im Vorsitz der FDP und trug stark zur Verständigung über das Grundgesetz bei. Dabei
überzeugte er mit seinen historischen und staatsrechtlichen Kenntnissen und seiner geistvollen
Rhetorik. Am meisten interessiert hat er sich um die
Präambel und den Grundrechten.

Ernst Reuter ist am 27. Juli 1889 in Apenrade geboren und am 29. September 1953 in Berlin
gestorben.
Er wurde als Vertreter Berlins in den Parlamentarischen Rat entsandt und als dieser vermittelte er
im Parlamentarischen Rat nicht nur für die eine Seite Berlins, sondern auch für die Ostzone zu
sprechen. Obwohl er wegen der kritischen Lage in Berlin häufig abwesend war, genoss er hohes
Ansehen.

Carlo Schmid ist am 3. Dezember 1896 in Perpignan (Südfrankreich) geboren und am 11. Dezember
1979 in Bad Honnef gestorben.
Er war im Vorsitz der SPD und somit auch Mitglied des Ältestenrat. Für ihn waren die Grundrechte
das Zentrum des staatlichen Handelns und er setzte sich insbesondere für Asylrecht, das Recht
auf Kriegsdienstverweigerung und das Abschaffen der Todesstrafe ein.

Elisabeth Selbert ist am 22. September 1896 in Kassel geboren und am 9. Juni 1986 in Kassel
gestorben.
Damit die Gleichberechtigung von Frau und Mann garantiert werden sollte, setzte sie sich für die
Formulierung "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" ein, welche zunächst von der Mehrheit
abgelehnt, später jedoch durch eine Öffentlichkeitskampagne der Frauenorganisation angenommen
wird.

Helene Weber ist am 17. März 1881 in Elberfeld geboren und am 25. Juli 1962 in Bonn gestorben.
Sie trat für Gleichberechtigung zwischen beiden Geschlechtern und Ehe- und Familienrecht ein.

Georg August Zinn ist am 27. Mai 1901 in Frankfurt am Main geboren und am 27. März 1976 in
Frankfurt am Main gestorben.
Er nahm starken Einfluss in den Bereich der Rechtspflege und trat für einen einheitlichen
Gerichtsaufbau ein.