Reflexion von Randy Liebold zum Interview mit Hans Bonkas

1. Ein Thema inhaltlich beschreiben
2. Warum nimmt dieses Thema aus meiner Sicht eine besondere Bedeutung für die Gesellschaft ein
3. Bezug zu einem der Zitate

Interview mit Hans Bonkas auf der Zugfahrt von Berlin nach Dillenburg

Fragen:

1. Wie alt waren Sie bei Kriegsende?

Damals, 1945, war ich 25 Jahre alt.

2. Wie lange sind Sie schon für das Reichsbanner tätig?

50 Jahre

3. Wie sind Sie mit dem Reichsbanner in Kontakt gekommen?

Durch einen Freund, der damals Bundesgeschäftsführer des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold e.V. war.

4. Wie stehen Sie persönlich zu diesem Seminar?

Dieses Seminar und auch die Ausstellung (die mal bei uns an der Schule war) halte ich für sehr sinnvoll, solange man damit noch Jugendliche erreichen und aufklären kann.

5. Was soll mit diesem Seminar bewirkt werden?

Es soll vorgesorgt werden, dass so schreckliche Dinge wie das NS- und das SED-Regime nie wieder passieren. Und ihr seid die Generation, die das verhindern kann. Es soll vermittelt werden, wie schrecklich das alles war und dass man was dagegen tun konnte. Viele dachten erst zu spät daran, Widerstand zu leisten, deshalb sollt ihr geschult werden, die Anfänge zu erkennen und ihnen zu wehren.

6. Woher kam Ihr Interesse an Politk?

Als ich aus dem Krieg wiederkam, wuchs in mir das Verlangen, beim Wiederaufbau zu helfen. Ich war in Afrika verwundet worden und kam dann in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager in Halle. Nach Auflösung des Lagers fand ich Arbeit bei der Justizbehörde und schaffte es dort bis zum Personalrat von Sachsen-Anhalt. Von da an stand für mich der Weg offen.
Mitglied in der SPD war ich seit 1945, nachdem ich mir überlegt hatte, welche Partei als einziges nicht dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt hatte.

Meine Beurteilung:
Das Interview mit Hern Bonkas war sehr aufschlussreich. Es war interessant Sachen über den II. Weltkrieg zu erfahren, von jemandem, der diese schreckliche Zeit selbst miterlebt hat und darüber, was Herr Bonkas getan hat um diese Zeit zu überstehen. Es ist viel einprägender mit einer Person über die Geschichte zu sprechen, die sie auch selbst miterlebt hat, als nur theoretisch im Untericht darüber zu diskutieren. Man sollte es Herrn Bonkas auch nicht übel nehmen, wenn er die komplette Geschichte vom I. über den II. Weltkrieg bis heute zwei- oder dreimal erzählt hat, da er selbst sehr viel durchgemacht und miterlebt hat, von daher war es sehr spannend.

Über das Seminar im Ganzen, muss ich sagen, dass es ein voller Erfolg war und ich es jedem weiterem Geschichts - LK raten würde. Durch die Veranschaulichung,
und die Besuche an wichtigen Örtlichkeiten kann man sich die damalige Situation besser einprägen als im theoretischen Schuluntericht.
Zu kritisieren habe ich die Abfolge der einzelnen Station an den jeweiligen Tagen. Der Ablauf war ein wenig durcheinander, er hätte sich an die geschichtlichen Daten halten sollen, dass zum Beispiel nicht Montags die Stasi gemacht wird und Dienstags der Deutsche Widerstand. Zu bemängeln habe ich außerdem auch einige Seminarleiter, die uns Schüler, auf Grund ihres großen Wissens über die geschichtlichen Hintergründe, als unwissend und quasi dumm behandelt haben.
Von diesen kleinen Schwächen abgesehen war das Seminar sehr zufriedenstellend und würde von mir, auf einer Skala von 1 bis 10, eine 8 bekommen.

"Demokratie ist keine gute Herrschaftsform, aber die Beste die wir haben."

Diesen Satz sagte uns Herr Bonkas als Schlusssatz zu unserem Interview.
Dieses Zitat habe ich ausgewählt, da es 100%ig zutrifft. Dieses Zitat trifft sehr gut die gegenwärtige Situation, da einige Politiker meinen mit neuen Reformen das Volk zu umgehen.Die Demokratie an sich wäre eine sehr gute Herrschaftsform, wenn sich jeder, wirklich jeder, auch die Politiker, daran halten würde. Demokratie heißt Volksherrschaft, also dass das Volk herrscht, dennoch werden Beschlüsse erhoben, ohne dass ein Großteil des Volkes damit einverstanden ist.