Bücherverzeichnis
Hier werden Ihnen die bisher erschienenen Bücher von Nelly Däs vorgestellt. Sie erhalten eine Inhaltsangabe mit einer Lesekostprobe, wenn Sie den Titel anklicken.

 

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Biographie

Nelly Däs in Presse und Medien

Nelly Däs an der Wilhelm-von-Oranien Schule

"Wölfe und Sonnenblumen" war Nelly Däs' erstes Buch, und gleichzeitig der erste Teil ihrer Autobiographie. Ungeschmückt erzählt sie die Geschichte ihrer Kindheit, die Geschichte ihrer russlanddeutschen Familie, deren Leben aus Flucht, Hunger und Not bestand.
Rußland, 1935: Bei der Weigerung, in eine Kolchose einzutreten, beginnt für Familie Schmidt das fortwährende Weglaufen vor den Krallen der Regierung. Was für den Vater in 30 Jahren Zwangsarbeit endet, versucht die Mutter mit den Kindern weiterzuführen. Mit dem großen Treck nach Deutschland 1943 geht die Flucht weiter ...
Erstmals erschienen im Oetinger Verlag, 1978. Das Buch ist für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zu empfehlen, und ist außerdem eine wichtige Ergänzung für jede Schulbibliothek.

Die Fortsetzung ihrer Autobiographie nannte Nelly Däs "Zug in die Freiheit", und das zurecht, denn hier wird die weitere Flucht aus Rußland über Polen nach Deutschland dokumentiert.
Kriegswinter 1943/44, nach 10 Jahren Flucht vor der sowjetischen Regierung macht sich Nelly mit ihrer Mutter auf den großen Treck Richtung Deutschland. Der eine Bruder ist verschollen, der andere Soldat. In Polen muss sich Nelly allein zurechtfinden, als 15jährige macht sie eine lange Irrfahrt durch, bis sie ihre Mutter in Deutschland wiedertrifft.
Erschienen im Oetinger Verlag.

Schon das Titelbild dieses Buches lässt erkennen, worum es sich handelt. Ein Junge rennt vor einer Bande weg, einen kleinen Sack in der Hand. Er hat es ihnen nicht gestohlen, im Gegenteil, er verteidigt sein Essen, was er in einer Mülltonne gefunden hat.
Die Sowjetunion in der Nachkriegszeit. Kälte, Hunger und Not sind in Krivoj Rog/Ukraine an der Tagesordnung. Der Junge Aljoscha, mit einer hart schuftenden Mutter und einem Alkoholiker als Vater schlägt sich in dieser Geschichte tapfer durchs Leben. Bis er sein Abschlußzeugnis bekommt und Maschinenbau an der Technischen Hochschule erlernen kann, ist es ein weiter Weg quer durch Jugendkriminalität und reinen Existenzkampf. Aljoscha ist nur ein Beispiel für die vielen Kinder, die ein verwüstetes Kriegs-Rußland von ihren Eltern erbten.
Als Nachwort findet man einen Text von Frau Gertrud Knopp-Rüb, Bundeskulturreferentin der Landsmannschaft der Bessarabiendeutschen, die darauf hinweist, welche Umstände Bandenbildung antrieben und was man aus solchen Begebenheiten lernen soll. Erschienen im Georg-Bitter-Verlag, 1991.

Sibirien, Tausende von Kilometern einsame Taiga, Wochenmärsche von einem Dorf ins nächste. Ein Leben in der Natur, in der Einsamkeit. Irgendwo in den Weiten dieser Landschaft, an dem Fluß Oljokma lebt Nadja, 17 Jahre, mit ihrem Vater und ihrer Großmutter in einem Fährhaus.
Ihr Leben ist das Thema dieses Buches. Und wenn das Titelbild einen glücklichen, harmonischen Eindruck verleiht, falsch gelegen. Denn Nadjas Leben ist gespickt mit Schmerz und Hindernissen. Mit reinem Überlebenskampf, den wir uns in der heutigen Zeit überhaupt nicht vorstellen können.
Die Naturgewalt Sibiriens, die Winzigkeit des einzelnen Menschen gegen sie und gegen ein gewaltiges, erbarmungsloses Staatssystem wird einem allzu deutlich in diesem Buch. Nelly Däs nimmt den Leser an der Hand und führt ihn ohne loszulassen bis an die letzte Seite.
Der Stoff dieses Buches wurde übrigens verfilmt und bereits mehrfach im ZDF und im österreichischen und schweizerischen Fernsehen gesendet.

Dieser einfühlsame Roman schildert das leidvolle Schicksal einer rußlanddeutschen Familie vom Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion bis ins Jahr 1964. Beispielhaft erfahren wir in eindringlichen Kapiteln die schweren Jahre der Rußlanddeutschen mit. Ihr Schicksal von der Deportation im Sommer 1941 bis zur Teilrehabilitierung im Jahre 1964.
Erschienen im Westkreuz-Verlag, 1985. Noch lieferbar 24 DM.

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