Bericht über den ersten deutsch-rumänischen Schüleraustausch der WvO aus Dillenburg mit dem
GEORGE COSBUC Gymnasium in Klausenburg (Cluj-Napoca)

Die Wilhelm-von-Oranien-Schule setzte ein Zeichen in Sachen Völkerverständigung


In der Zeit vom 9.5.94 - 19.5.1994 besuchten 14 Schüler/innen der Klasse 11 unter der Leitung von Rainer Nachtigall, Eckhard Scheld und dem Direktor der WvO, Dieter Scholz, Klausenburg in Siebenbürgen. Nachdem Hortensia Oancea, Geschichtslehrerin des GEORGE COSBUC GYMNASIUMS, mit dem Direktor der Wilhelm-von-Oranien-Schule vor 2 Jahren Kontakt aufgenommen hatte, wurde der geplante Austausch über ein Jahr lang intensiv von beiden Schulen vorbereitet. U.a. wurden dazu von der rumänischen Klasse ein Videofilm und eine Broschüre WIR erstellt. Das Ziel dieser Aktion war und ist es, eine Brücke der Hoffnung zwischen Jugendlichen aus beiden Ländern aufzubauen.
Die Gäste aus Dillenburg wurden in Klausenburg sehr herzlich aufgenommen. Eltern und Schüler hatten über 6 Stunden auf uns gewartet und in der Schule ein Buffet für die deutschen Gäste aufgebaut. Zunächst wurden wir aber vom Direktor der Schule herzlich willkommen

geheißen. Es war gut, daß ein halbes Jahr vorher schon 3 Schüler mit einem Hilfstransport mitgefahren waren und die ersten Kontakte mit den rumänischen Schülern geknüpft hatten. Obwohl viele Familien sehr beengt leben, hat man sich in dieser Zeit äußerst bemüht, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
Gemeinsam mit den rumänischen Schülern wurde am nächsten Tag Klausenburg erkundet. Zuerst wurde uns das im Stil der Wiener Sezession erbaute Nationaltheater gezeigt, danach eine Vielzahl von Kirchen, die deutlich machen, daß Klausenburg von 3 Nationalitäten geprägt ist: So die Evangelische Kirche, die Orthodoxe Kirche und die Reformierte Kirche. An den verschiedenen Denkmälern der Stadt: des Ungarnkönigs Matthias und des Kämpfers gegen die Ungarn Avram Iancu wurden uns unterschwellige Konflikte in dieser Stadt bewußt.