Erfahrungsbericht über den 2. Schüleraustausch mit dem
Geog-Cosbuc-Gymnasium in Rumänien (1996)
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Unser diesjähriger Schüleraustausch mit dem "George Cosbuc Gymnasium" in Klausenburg war bereits der zweite Austausch mit der rumänischen Partnerschule. Der erste hatte 1994 stattgefunden. Eine Fortsetzung war damals nicht von vornherein geplant, doch die vielen angenehmen Erlebnisse und insgesamt positiven Erfahrungen hatten uns am Ende dieses ersten Austausches zum Nachdenken über eine Weiterführung gebracht. Der immense Umfang an notwendigen Vorbereitungen und die mit der Planung verbundenen Schwierigkeiten waren jedoch ausschlaggebend dafür, daß wir erst nach zwei Jahren einen neuerlichen Anlauf wagten. Eigentlich waren wir der Meinung, mit unseren Erfahrungen im Rücken, würden Planung und Organisation diesmal einfacher sein. Doch weit gefehlt, es traten nunmehr neue und z. T. schwierigere Probleme auf. Bei Austauschmaßnahmen mit England, den USA oder Frankreich, die unsere Schule durchführt, gibt es stets mehr Bewerber als dann tatsächlich Schüler teilnehmen können. Für uns stellte sich dieses Problem nicht. Wir mußten |
zunächst einmal Interesse wecken,und dies war nicht einfach.
Die Vorbehalte bei Eltern und Schülern waren immens groß.
Aus planungs- und organisati-onstechnischen Gründen war von vornherein klar,
daß nur eine Klasse der Jahrgangsstufe 11 für den Austausch in Frage kommen konnte,
und es war klar, daß eine zusätzliche Wanderfahrt nicht
möglich sein würde. Und da lag bereits das erste große Problem,
wie soll man einem Schüler klarmachen,
daß er auf eine Wanderfahrt zu offensichtlich attraktiven Zielen wie
Prag, Verona, Florenz u.a. zugunsten eines Schüleraustausches
mit Klausenburg /Cluj verzichten soll..., ein schwieriges Unterfangen.
Hinzu kamen die Vorbehalte der Eltern "Rumänien ... wieso gerade Rumänien?
Von dort kommen doch nur Einbrecher und Gauner!"
Ein Satz, der die Stimmungslage bei vielen Eltern im Vorfeld beschreibt.
Es bedurfte letztlich vieler Gespräche und Elternabende,
bevor diese Vorbehalte einigermaßen ausgeräumt waren. |