Willkommen bei dem Projekt Sat-Geo

Die Erde

Inhalt

Einführung in die Satellitengeographie: Sind Schadbilder in Laubwäldern auf Satellitenbildern erkennbar?

Eine Unterrichtseinheit für einen Biologie - Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 zum Thema "Ökologie", Zeitraum: 30.3.01 - 18.6.01

1. Konzeption der Reihe

Die Unterrichtsreihe hatte vier Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler sollten

a) die Möglichkeiten und Methoden der Fernerkundung für biologische und ökologische Fragestellungen kennen lernen,

b) unter wissenschaftspropädeutischen Aspekten eigenständig eine Arbeit anfertigen,

c) die Möglichkeiten des Internet zur Bearbeitung einer konkreten Aufgabenstellung erfahren.

d) fächerübergreifendes Arbeiten einüben.

Daraus ergab sich das folgende Vorgehen:

Ausgehend von der Internetadresse www.Sat-Geo.de wurden zunächst die Möglichkeiten und Methoden der Satellitentechnik sowie der Bildbearbeitung erarbeitet. Im zweiten Schritt wurde die zu erforschende Fragestellung konkretisiert und das Satellitenbildmaterial des Arbeitsgebietes (zunächst Nahraum der Schule, später Vogelsberg / Mittelhessen) gesichtet und bearbeitet. Nach der Bildbearbeitung erfolgte eine erste Exkursion in ein nahe gelegenes Waldstück. Dafür standen laminierte 3-Kanal-bilder in unterschiedlichen Varianten zur Verfügung.

Ziele: Was sagen die einzelnen Farbabstufungen über die Vegetation aus, Artenkenntnis.

Nachdem in bekanntem Gelände Erfahrungen gemacht wurden, wurde die wissenschaftliche Fragestellung genau formuliert, Arbeitsschritte besprochen, entsprechende Komposite hergestellt und eine mehrtägige Exkursion ins Zielgebiet unternommen. Vor Ort standen sach- und ortskundige Berater zur Verfügung. Arbeitshypothesen wurden formuliert, im Gelände überprüft, die erste Hypothese verworfen eine neue formuliert und erneut überprüft. Alle Schritte wurden von den Arbeitsgruppen dokumentiert (Herstellung einer CD-ROM) und internetfähig bearbeitet (vgl. www.WvO-Dill.de). Nachdem sich die neue Arbeitshypothese als tragfähige Basis erwiesen hatte, wurden in einem weiteren Schritt klassifizierte Satellitenbilder produziert. Zur Sicherung der Arbeitsergebnisse wurde erneut Rücksprache mit den Fachleuten vor Ort gehalten.

Der Leistungskurs wurde mit 5 Std. / Woche unterrichtet, wovon drei Std. in der Regel im Computerraum stattfanden. Die Protokolle geben den Ablauf der Unterrichtsstunden wieder.

2. Erfahrungen

Von größter Wichtigkeit bei der Durchführung des Projektes ist natürlich das Vorhandensein der notwendigen Computerarbeitsplätze. Falls die jeweilige Lehrkraft nicht selbst über sehr gute Kenntnisse im Umgang mit Computern und den entsprechenden Programmen (Bildbearbeitung etc.) verfügt, sollten weitere Ansprechpartner mit entsprechendem know how zur Verfügung stehen. In unserem Fall waren das ein weiterer Kollege und zwei speziell geschulte Schüler (nicht aus diesem Kurs). Gerade die Tatsache, dass Schüler die "Spezialisten" waren, war für die Kursteilnehmer sehr motivierend. Besser wäre es allerdings gewesen, wenn die Spezialisten aus dem eigenen Kurs gekommen wären, weil sie dann immer zur Verfügung gestanden hätten und so Leerlaufzeiten hätten vermieden werden können.

Die Einführung in wissenschaftspropädeutisches Arbeiten erfordert es, dass die Kursteilnehmer ständig auf die Grenzen und Aussagemöglichkeiten der jeweiligen Arbeitsverfahren hingewiesen werden. Im Vordergrund darf nicht die Fixierung auf das erwünschte / erwartete Ergebnis stehen, sondern das saubere Arbeiten und Recherchieren.

In der Einschätzung der Kursteilnehmer überwiegt die positive Sicht auf die Mischung aus Arbeit am PC, Geländearbeit und wissenschaftlicher Fragestellung. Es wird auch der Wunsch geäußert, an dieser Fragestellung weiter zu arbeiten. Negativ wird gesehen, dass gerade die Vogelsbergexkursion unter großem Zeitdruck stattfand und deswegen manche Fragestellungen unbearbeitet blieben.

Einzelne Ergebnisse einer Arbeitsgruppe, die Vorgehensweise und Ergebnisse dokumentieren, werden im Folgenden dargestellt.