Durch die Fernerkundung konnten erstmals Vegetationsschäden, Waldkrankheiten oder auch nur Veränderungen der Vitalität von Pflanzenbeständen durch Satellitenbilder erkannt und interpretiert werden. So konnte man nicht nur Größe und Form des Waldbestandes, sondern auch die räumliche Struktur und die Veränderung der thermischen Emission beobachten. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass zwischen geschädigter und gesunder Vegetation Reflexions- oder Emissionsunterschiede auftreten. So ergibt sich z. B. bei der Veränderung der Zellstruktur eine Absenkung der Reflexion im "Nahen Infrarot" (NIR), bei der Veränderung im Wassergehalt der Pflanze eine Veränderung der Reflexion im "Mittleren Infrarot" (MIR) und bei einer geringen Nadel- oder Laubmenge eine überhaupt geringe Reflexion. Genauere Information: siehe Sat-Geo, dort unter Methoden, Satellitensysteme und Sensoren, Arbeitsbereiche der Sensoren. Um eine genaue Bildsauswertung zu garantieren, müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:
So kann man auf den Satellitenbildern zwischen biotischen und abiotischen Einwirkungen unterscheiden. Dabei ist die absolute Aktualität der vorhandenen Bilder entscheidend. Durch die Fernerkundung kann man nun die Krankheitsbilder schon lange erkennen, bevor man sie visuell wahrnehmen kann. So kann man eine genaue Differenzierung zwischen ge-sund, leicht geschädigt, schwer geschädigt und tot vornehmen. Bei der Interpretation ist es wichtig, nicht in allzu viele Klassen dieser Art zu unterscheiden, um nicht zu unsichere Interpretationsergebnisse zu bekommen. Doch kann man durch die Luftinterpretation nur die Schäden erkennen, auf die Ursachen kann nur rückgeschlossen werden. Dafür ist eine genaue Untersuchung der Bäume erforderlich.