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Armin Müller (Produzent):

seit 1993 Musik- und Religionslehrer an der WvO

zur Entstehung des bisher größten Projekts der Wilhelm-von-Oranien-Schule in einem Interview mit Julia Klamert:

Julia Klamert: Wie kamen Sie auf die Idee, ein Musical aufzuführen, und ist dieses das erste, welches von der Schule aufgeführt wird?

Herr Müller: Es gab schon einmal ein Projekt, in dem die besten Songs aus verschiedenen Disneyfilmen aufgefhrt wurden. Die West Side Story ist jedoch das erste vollständige Projekt. Dadurch, dass schon einmal einzelne Stücke aufgeführt wurden, haben sich alle Bereiche (Tanz, Musik, Bühnenbild etc.) für ein Musical langsam entwickelt; und so lag es auf der Hand, ein komplettes Musical aufzuführen.

JK: War die West Side Story das erste Musical, das in Erwägung gezogen wurde?

Herr Müller: Es ist schwierig, von einem aktuellen Musical die Rechte zu bekommen. Deshalb kam eher ein etwas älteres in Frage. Da auch das Thema - ethnische Konflikte - leider aktuell ist, kam die Idee, die West Side Story auszuwählen.

JK: Was war der erste Schritt, der unternommen wurde?

Herr Müller: Als erstes wurde das Libretto geschrieben (von Bastian Kraft). Dann wurde die Musik aufgenommen, welche den Musikstilen der 90er entsprechend abgeändert und aufgepeppt wurde, damit die Tänzer unter der Leitung von Frau Boguth schon mal die Tänze einstudieren konnten.

JK: Wie hoch sind die Gesamtkosten des Musicals und von wem wurde es gesponsert?

Herr Müller: Die Gesamtkosten betragen ca. 43.000 DM. Gesponsert wird das Projekt von der Firma Rittal, die z.B. auch die Stellwände für die Kulissen zur Verfügung gestellt hat.

JK: Wird es eine Fortsetzung der Aufführungen geben?

Herr Müller: Eigentlich ist das Projekt mit dem letzten Auftritt am 28. Mai abgeschlossen. Wenn jedoch jemand die Gesamtkosten einer Aufführung übernimmt, kann es noch eine Aufführung geben.

JK: Ist schon ein neues Projekt in Planung?

Herr Müller: Es wäre sicherlich mal interessant, ein Kindertheater zu machen, es ist jedoch noch nichts Bestimmtes in Aussicht.

JK: Gibt es abschließend noch etwas zu dem Projekt zu sagen?

Herr Müller: Es ist toll, dass die Grenze zwischen Schülern und außerschulischen Mitwirkenden (insgesamt ca. 130) so durchlässig geworden ist. Außerdem ist noch ein großes Lob an die Schulleitung auszusprechen, ohne die das Projekt vielleicht gar nicht durchführbar gewesen wäre.