Genügend Lesestoff für die dunkle Jahreszeit

Volkmar Nix und Johannes Eckert gaben Lektüretipps zur literarischen Saison

Bei der traditionellen Veranstaltung "Was lesen wir in diesem Herbst?" des Fördervereins der Wilhelm-von-Oranien-Schule konnte der Vereinsvorsitzende und Schulleiter a.D. Dieter Scholz neben den beiden Fachleuten der Dillenburger Buchhandlung Rübezahl auch eine große Tafelrunde von Literaturfreunden in der Schulbibliothek begrüßen. Mit einem Gläschen Wein (oder Wasser), Knabbereien und in gemütlicher Atmosphäre lauschten die Gäste den zwanzig kurzweiligen Buchvorstellungen des "literarischen Duetts", welches im Wechsel kommende Bestseller, aber auch Geheimtipps der persönlichen Lektüre vorstellte, rezitierte und kommentierte.

Volkmar Nix eröffnete die saisonale tour d’horizon aber mit einem kurzen biografischen Vorwort über die Prägekraft guter Bücher anhand von Otfried Preußlers Kinderbuch "Die Abenteuer des starken Wanja", und diese Kraft werde der Literatur wohl auch im Zeitalter der modernen Medien nicht abhanden kommen, wie Buchmessen-Fachbesucher Johannes Eckert im späteren Verlauf beruhigt feststellen konnte und von den neuesten Trends im Bereich eBook zu berichten wusste. Dieses Spannungsfeld medialer und literarischer Wandlungen wurde auch in einem der Lesetipps thematisiert, nämlich in dem reich bebilderten Sachbuch von Roderick Cave und Sarah Ayad mit dem Titel "Die Geschichte des Buches in 100 Büchern", welches einen Bogen von den Höhlenmalereien bis zur Netzliteratur schlägt.

Insgesamt hatten die beiden Buchhändler eine abwechslungsreiche Mischung aus Romanen, Sachbüchern, Lyrik, Bildbänden, aber auch Kinderbüchern im Koffer, dabei kamen sowohl bekannte Autoren zum Zuge wie auch Newcomer oder wiederentdeckte Literaten.

Wer den Leseabend verpasst hat, kann sich in der Buchhandlung Rübezahl am Dillenburger Hüttenplatz die Empfehlungen noch per Leseliste abholen – und dann auch gleich schon einmal die empfohlenen Bücher zur Hand nehmen.

©2015 Text & Fotos: Markus Hoffmann, WvO

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Volkmar Nix (l.) mit seinem biografisch prägenden Kinderbuch von Otfried Preußler und Kollege Johannes Eckert (r.)