Dillenburger in Sioux Falls

USA-Austausch der Wilhelm-von-Oranien-Schule

7861 Kilometer weit weg, in Sioux Fall, South Dakota, Amerika, haben 16 Schülerinnen und Schüler ein zweites zu Hause gefunden.?Zusammen mit ihren Begleitlehrern waren sie für einen Schüleraustausch drei Wochen lang im Mittleren Westen der USA, wo sie ein neues Leben, neue Menschen und ein neues Land kennengelernt haben.

16 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 (ehemals Klasse 12) der Wilhelm-von-Oranien-Schule (WvO) hatten die Möglichkeit, nach Amerika zu fliegen und dort die Vereinigten Staaten mit ihrer Kultur und den Menschen kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und neue Erfahrungen zu sammeln.?Daraus folgte natürlich auch eine Verbesserung der Sprachkenntnisse.

Sowohl die 16 Schüler als auch ihre drei Begleitlehrkräfte Ines Liebnitz, Stefanie Süßenbach und René Groothuis wurden in amerikanischen Gastfamilien im Mittleren Westen aufgenommen und in vollen Zügen in den amerikanischen Alltag einbezogen. Alle WvO-Schüler hatten Gastgeschwister der Partnerschule der O´Gorman High School in Sioux Falls, welche sie täglich zusammen mit diesen besucht haben. Auch dort haben die deutschen Gäste einen ganz normalen amerikanischen Schulalltag kennengelernt.

Begonnen hat die Reise aber zunächst einmal mit fast vier Tagen Aufenthalt inklusive An- und Abreise in Washington D.C., wo Sehenswürdigkeiten wie das Weiße Haus, Capitol Hill oder das Washington Memorial, in dem die Schüler/innen die Möglichkeit hatten, hochzufahren und Washington von oben zu sehen, besucht wurden. Schon dies waren Erfahrungen, die für die Teilnehmer unvergesslich sind.

Tags darauf stand der wahrscheinlich aufregendste und lang ersehnte Moment für die Schüler, aber auch die Begleitlehrkräfte an, die Ankunft in Sioux Falls, der neuen Heimat für einige Wochen. Alle Gastfamilien hatten schon gespannt mit Plakaten und Luftballons auf die „Germans“ gewartet und es gab eine herzliche Begrüßung. Hier konnten die Schüler ihre Gastfamilien und vor allem ihre Gastgeschwister zum ersten Mal sehen und in die Arme schließen.

Der nächste Tag war auch schon direkt der erste Schultag an der O´Gorman High School, einer katholischen Privatschule. Jeder WvO-Schüler folgte seinem amerikanischen Austauschpartner den ganzen Schultag lang. Schon am ersten Tag fielen sehr viele Unterschiede zu dem gewohnten Schulalltag auf. Der Schwur auf die amerikanische Flagge zu Beginn des Unterrichts oder das „Lunch“, also das gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine, oder ein einzelner Spind für jeden Schüler sind nur einzelne Beispiele. Ein Vergleich der amerikanischen Kultur mit der deutschen haben die Schüler auf ihrem [ Blog ] veröffentlicht. Außerdem wurde an diesem Abend von den Gastfamilien eine Willkommensfeier in der High School organisiert, welche sie zusammen mit den deutschen Gästen besuchten. Die Zeit nach der Schule stand den WvO-Schülern mit ihrer Gastfamilie zur freien Verfügung.

Das erste Wochenende in den Familien war ein verlängertes Wochenende und diente somit optimal zum Kennenlernen untereinander. Es wurden verschiedene Ausflüge unternommen, über die sich jede Gastfamilie meist viele Gedanken gemacht hatte.

Nach dem ereignisreichen Wochenende ging der Schulalltag wieder los. Da so viel anders war als in Deutschland, gab es immer etwas Neues zu erleben. Am Freitag in der zweiten Woche fand ein Football Spiel der O’Gorman Knights, der Mannschaft der High School, statt, welche dieses auch gewonnen hat. Ein solches Football Spiel mitzuerleben war eine große Sache, denn so etwas kennt man nur aus amerikanischen Filmen.

Ab Sonntag folgte ein viertägiger Ausflug nach Rapid City. Dort hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Badlands, eine Verwitterungslandschaft in South Dakota, anzuschauen und unter anderem vor den gigantischen Präsidentenköpfen und dem Crazy Horse Memorial zu stehen. Außerdem ist die Gruppe mit einem Bus durch den Black-Hill-Nationalpark gefahren und konnte Tiere wie Büffel aus unmittelbarer Nähe beobachten. Zudem wurde noch fleißig auf den Gesteinen um den Sylvan Lake geklettert.

Wieder in den Gastfamilien angekommen, war auch schon die Hälfte der dritten und somit letzten Woche in den USA vorbei. Am Freitag gab es dann eine Abschiedsfeier mit allen Gastfamilien und danach eine Halloween-Party für die Deutschen und ihre Gastgeschwister.

Nach diesen drei ereignisreichen Wochen stand auch schon das letzte Wochenende an, welches die deutschen Schüler in ihren Gastfamilien genossen haben.

Am Tag der Abreise flossen viele Tränen, da der Abschied so schwer fiel, denn es haben sich innerhalb der drei Wochen viele Freundschaften gebildet und es wurden sehr viele neue Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Vor allem verbesserten sich die Sprachkenntnisse der 16 Schülerinnen und Schüler und sie lernten die Kultur und das Land sehr viel besser kennen, was letztendlich Ziel des Austausches war. „Goodbyes are not forever. Goodbyes are not the end. They simply mean we'll miss you until we meet again!“, denn es wird im folgenden Jahr ein Rücktausch stattfinden, auf den sich schon alle sehr freuen!

©2015 Marie-Sophie Schneider und Teresina Dlouhy, Austausch-Schülerinnen Q1
Foto: René Groothuis

Bildergalerie
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Herzlicher Empfang der Austausch-Gruppe in Sioux Falls