Weimar im Winter

Die Deutsch-Leistungskurse der Q2 auf den Spuren von Goethe und Schiller

Die Deutschleistungskurse von Frau Eckstein und Herrn Hoffmann gemeinsam auf Erkun-dungstour in Weimars Innenstadt. Ein dreitägiger, kulturgeprägter, aber auch spannender Aus-flug nach Weimar vom 21.01. bis zum 23.01.2016, eine Stadt voller Kultur, Literatur, Geschichte aber auch Moderne.

Stadtrallye - Auszug: Denkmal Schiller und Goethe

Der erste Tag begann mit einer Rallye durch Weimar, dessen Thema in unserer Gruppe - wie sollte es anders sein - Goethe war.

Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, zwei Zeitgenossen, die nicht wenig zur deutschen Literatur, Kultur und Geschichte beigetragen haben. Beide lebten zeitweise in Weimar und waren Konkurrenten, aber auch Freunde.

Eine der Stationen war deswegen natürlich auch das Denkmal der beiden Dichter, ein Bildnis, welches im Endeffekt wohl doch zu freundschaftlich erscheint, als die beiden es letztlich waren. Denn obwohl die beiden sich gegenseitig tolerierten und schätzten, waren sie in erster Linie auch Konkurrenten. Das Denkmal steht seit 1857 in Weimar, gebaut von Ernst Rietschel. Es steht auf dem Theaterplatz in Weimar, vor dem berühmten Deutschen Nationaltheater, in dem wir am zweiten Abend unseres Aus-fluges auch das Theaterstück "Romulus der Große" sahen und eine eigene Führung durch das kom-plette Gebäude bekamen, welches überraschend viele Bereiche besitzt. Auf dem Theaterplatz befand sich außerdem das "Goethekaufhaus" dessen Slogan "Die Kunst des Kaufens" war - sehr originell, wenn man mich fragt... [Romina Martin]

Goethe-Haus und Gartenhaus

Die nächste Station, die wir besuchten, war das berühmte Goethehaus, in dem wir auch zur späteren Zeit, am letzten Tag eine Führung mit Audio-Guide hatten. Das große, gelbe Haus, welches in Weimar auf dem Frauenplan-Platz steht, sticht sofort ins Auge und ist auch von der Innenaustattung um eini-ges prunkvoller als Schillers Haus. Goethe hatte eine Vorliebe für die Klassik und dies spiegelt sich auch in seinem Haus wider. Es besitzt sehr viele Elemente aus der römischen Antike, die er aus sei-nem Aufenthalt in Italien mitbrachte. Man kann Schillers und Goethes Haus nicht miteinander verglei-chen. Beide haben ihren eigenen Charme, ganz nach dem Geschmack der beiden Besitzer des Hau-ses. Jedoch ist Goethes Haus um einiges größer und etwas prunkvoller als Schillers. Das mag wohl auch daran gelegen haben, dass Schiller den Luxus liebte und sein Geld oft sehr schnell für Spielerei-en ausgab. Der unruhige und "wilde" Schiller und der klassische und eher ruhige Goethe. Goethe blieb bis ins hohe Alter in seinem Haus wohnen, bis er 1832 in seinem Sessel im Schlafzimmer starb, Schiller jedoch wurde nur 45 Jahre alt und starb schließlich an seiner schweren Lungenkrankheit. Goethes Vorliebe für die römischen Antike führte auch zum römischen Haus, das für den Herzog Carl August als Gartenhaus erbaut wurde. Diese Idee brachte Goethe auch von seiner Italienreise mit. Das römische Haus, welches in Weimar im Park an der Ilm steht war auch Teil unserer Rallye. Es wurde zwischen 1791 und 1798 gebaut und fertiggestellt, seit 1998 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der letzte Punkt unserer Rallye war Goethes Gartenhaus. Ein kleines, bescheidenes Haus, was nicht im Entferntesten so prunkvoll und groß erscheint wie das Wohnhaus Goethes. Das Haus steht auch im Park an der Ilm und passt gut in die Natur hinein. Es war Goethes erster eigener Wohnsitz in Wei-mar und wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. Er kaufte es 1776 inklusive des Gartens. Finanziert wurde das Haus jedoch von Herzog Carl August. Dies war, bis er im Jahre 1782 umzog in das große städtische Wohnhaus, sein Hauptsitz. Er arbeitete und wohnte dort, auch einige Werke entstanden in diesem Gartenhaus. Uns begeisterte der gemusterte Boden, der überall vor dem Haus zu sehen ist. Am Ende des ersten Tages bekamen wir so einen groben Überblick über die kulturgeprägte Stadt Weimar. In der ersten abendlichen Sitzung trug jede Gruppe vor, mit welchen Themengebiet sie sich in der Rallye auseinandergesetzt hatte. Goethe und Schiller durften natürlich dabei nicht fehlen. Die nächsten zwei Tage wurden damit verbracht, das, was bei der Rallye nur kurz besichtigt wurde, ge-nauer unter die Lupe zu nehmen. [Romina Martin]

Stadtrallye - Auszug: Weimar im NS

Meine Gruppe befasste sich in der Stadtrallye mit der Geschichte Weimars im Nationalsozialismus beziehungsweise den noch heute existierenden Gebäuden, die zur Zeit des Nationalsozialismus erbaut oder umgebaut wurden. Zunächst schauten wir uns das Hotel "Elephant" an, welches sehr modern und edel erscheint. Es bewährt sich seit 1696 als Ort der gehobenen Gastlichkeit. Bereits in der klassischen Zeit sowie im 19.J ahrhundert zählte das Hotel zu den meistbesuchten Lokalitäten der Stadt Weimar und auch Goethe war ein Stammgast, der sogar seinen 80. Geburtstag dort feierte! In der dunklen Geschichte des Hotel "Elephant" Weimar wohnte Adolf Hitler mehrere Male dort, nutzte das Hotel als Parteizentrale, ließ es abreißen und nach Entwürfen des Architekten Giesler neu errich-ten. Eine weitere Station war der Goetheplatz, der 1938 von den Nationalsozialisten neu gestaltet wurde. Ein altes Reiterdenkmal wurde entfernt und man errichtete an der Ecke ein neues Gebäude, dessen Naturstein-Verkleidung typisch für die Architektur der NS-Zeit ist. Im Erdgeschoss war der Sitz der Thüringer Gauzeitung. Das wichtigste Vorzeigeobjekt der Nationalsozialisten stellte das Gauforum auf dem Weimarplatz dar. Um diesem Neubau Platz zu machen, wurden 139 Häuser abgerissen und ein Bach umgeleitet. Als sich meine Gruppe vor dieser massiven Anlage aufhielt, erschien sie uns sehr modern und für den Baustil heutzutage unscheinbar. Die Anlage ist sehr kantig, wodurch alles sehr kühl und abstrakt wirkt. Mit Hinblick auf die Intention der Nationalsozialisten, die Anlage so zu bauen, dass die Wohnhäuser klein wirken und sogar die Kirchtürme überragt werden, wurde uns jedoch der Führungsanspruch Hitlers bewusst. [Lea Jelavic-Cicic]

Führung durch Schillers Wohnhaus

Um ca. halb elf unseres zweiten frostigen Tages in der Kulturstadt waren wir bereits auf dem Weg zum allerersten Dichtermuseum Europas. Dies teilte uns unsere Führerin stolz mit, bereits kurz nachdem wir das Schiller-Museum betreten hatten. Eröffnet wurde das Museum mit seinem alten Wohnhaus im Anschluss schon 1847, 42 Jahre nach Friedrich Schillers Tod 1805. Nachdem auch seine Frau Charlotte (von Lengenfeld) 1826 verstorben war, hatten deren vier Kinder das Haus verkauft, weshalb die Originalmöbel der Familie auch nicht mehr vorhanden waren. Das war sehr schade, da auch nirgendwo dokumentiert war, wie die Einrichtung ungefähr ausgesehen haben musste. Man merkte jedoch aufgrund von angekauften Antiquitäten aus Schillers Zeit deutlich, dass sich die Klassik Stiftung Weimar sehr viel Mühe gegeben hat, eine zeitgenössische Atmosphäre herzustellen. Wie uns die Frau mitteilte, die uns durch sein Haus führte, wurden sogar noch Reste der Originaltapeten bei Sanierungsarbeiten freigelegt und für jeden Raum reproduziert. Unser Kurs konnte den Erklärungen der Museumsführerin gut folgen, da sie von dem Haus und der Geschichte dahinter begeistert und fasziniert war, was man ihr an ihren oft ausführlichen Erzählungen und Details aus Schillers Leben anmerken konnte.

Das eigentliche Haus Friedrich Schillers war ziemlich groß, weshalb viele sich auch gewundert haben, wie beengt es doch war, als wir dann ein tatsächlich rekonstruiertes Zimmer - die Küche - betreten hatten. Die Zimmer, die "für die Öffentlichkeit bestimmt" waren, sahen tatsächlich sehr teuer und edel aus. Die Wände hatten sehr kräftige und viele verschiedene Farben. Auffällig war die Büste, die in einem der Räume stand. Es war eine Büste von ihm selbst, Friedrich Schiller. Wie uns die Führerin erklärte, gab er sie selbst in Auftrag und lobte sie nach der Fertigstellung sehr. Man hatte schon den Eindruck einer extremen Selbstverliebtheit bei Schiller, was befremdlich schien. Doch dann ging es schon weiter in sein Arbeitszimmer, dort gab es seltsamerweise sehr wenige Bücher, was man von einem Dichter nicht erwartet hätte. [Heute sind dort nur Restbestände zu finden, der Großteil lagert u.a. in der Anna Amalia Bibliothek. Allerdings hat Schiller aufgrund seines chronischen Geldmangels zu Lebzeiten immer wieder Teile seiner Bücherbestände verkauft.] Es war aber sonst sehr schön ge-staltet, auf dem Schreibtisch lag sogar eine Kopie eines Stückes, was Schiller vor seinem Tod nicht fertigstellen konnte. [Lina Kost]

Führung durch das Deutsche Nationaltheater

Anschließend besuchten meine Mitschüler und ich das Deutsche Nationaltheater Weimar und nahmen an einer Führung teil. Für mich stellte die Führung das absolute Highlight dar. Eine lässige, sympathi-sche Führerin hat unseren Kurs in Empfang genommen und uns dazu verholfen, einen Eindruck des größten Theaters in Thüringen zu erlangen. Bereits der historische Empfangssaal hat eine derart große Faszination in mir ausgelöst, dass ich nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen soll. Auch meinen Mitschülern schien es so zu gehen. Uns fielen sofort die gigantischen, prunkvollen Kronleuchter ins Auge. Insbesondere die Musikbegeisterten unter der Gruppe ließen ihren Blick in Richtung des schwarzen Flügels in der hinteren Ecke des Raumes schweifen. Es kam sogar die Frage auf, ob auf dem Flügel gespielt werden dürfe. Zu Beginn hat uns die Führerin über die historischen Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts aufgeklärt und vor allem darüber, welche Auswirkungen sie auf das Theater hatten. Bereits im Jahre 1924 veranstalteten Nationalsozialisten regelmäßig Parteiversammlungen in Weimar. 1926 wurde im Theater der erste Reichsparteitag der NSDAP abgehalten. Hauptsächlich klassisches Repertoire war zu Zeiten des Nationalsozialismus gefragt und vor allem die Dramatik Schillers wurde in eine nationalsozialistische Perspektive gerückt. Hitler lag viel am Nationaltheater Weimar und er verfolgte das Ziel, das Weimarer Theater zu einer der führenden Bühnen in Deutschland auszubauen, weshalb er die kulturelle Einrichtung jährlich mit privaten Geldmitteln unterstützte, zum Umbau des Zuschauersaals und einer Sanierung der Bühnentechnik verhalf. Obwohl das Theater 1944 geschlossen wurde und 1945 bis auf die Fassade, aufgrund eines amerikanischen Bombenangriffs, zerstört wurde, wurde es als erstes deutsches Theater bereits drei Jahre später wieder errichtet und mit Goethes ‚Faust' neu eröffnet. Besucht man heute das Weimarer Nationaltheater, fühlt man sich von jetzt auf gleich wohl, was vor allem durch eine Heiterkeit und eine Menge arbeitender Menschen, die sich ihrer Sache sicher sind, erzielt wird. Mit Hilfe der Führerin erhielt mein Kurs einen Einblick in die Maske, die Schneiderei, aber auch die Proberäume und die Technik. "Fancy Theaterbegriffe" - Worte, mit denen die Mitarbeiterin gerne um sich warf. Doch was verbirgt sich hinter solchen "Fancy Theaterbegriffen"? Na, zum Beispiel die kleine, mit 80 Plätzen ausgestattete Studiobühne Black Box, die nach Bedarf abgedunkelt werden kann und vor allem für Kinderaufführungen genutzt wird. Da der Beruf der Reporterin mein absoluter Traumberuf ist und ich künftig nebenberuflich unbedingt als Musicaldarstellerin tätig sein möchte, fühlte ich mich in dem großen Zuschauerraum sofort wie zu Hause und genoss den Blick auf die riesige Bühne. Während wir alle Richtung Bühne blickten, wurde an dem Bühnenbild gewerkelt. Gewerkelt?! Richtig. Zu meiner Überraschung hielten sich zahlreiche Handwerker auf der Bühne auf, die das für das Stück "perfekte" Bühnenbild auf die Beine stellten. Ein sehr hoher Zaun und ein Hühnerstall, in dem sich lebende Hühner befanden, verliehen dem Stück "Romulus der Große", welches wir uns noch an demselben Abend angesehen haben, das gewisse Etwas. Damit dies erreicht werden kann, müssen Künstler und Musiker Höchstleistung vollbringen. Ein Blick hinter die Kulissen verriet, dass man mittels künstlerisch und technischem Engagement Styropor wie Marmor wirken lassen kann. In der Halle hinter der Bühne, in welcher experimentiert, gezeichnet und gearbeitet wurde, erblickte unser Leistungskurs plötzlich einen Papagei, der den Arbeitern Gesellschaft leistet und dort lebt. Wir erfuhren, dass sich Kindergruppen, welche an solchen Führungen teilnehmen, gerne von den Pfiffen des Papageis ablenken lassen. In der Schneiderei erhielten wir vorgefertigte Entwürfe, beziehungsweise Zeichnungen von Kostümen und widmeten uns begeistert den schönen Kleidern, die für etliche Aufführungen genutzt wurden und extra für die verschiedenen Stücke geschneidert wurden. Dass der Beruf des Schneiders sowohl Spontaneität als auch Kreativität fordert, wurde mir bewusst, als die Führerin uns die Skizzen und Bilder mancher Mit-arbeiter zeigte, auf denen die Kleidung von Prominenten oder historischen Figuren abgebildet waren und als Inspiration für das Design dienten. Als wir uns den Proberaum der Schauspieler mit einer Kleinkunstbühne ansahen und uns Backstage einen Eindruck machten, erfuhren wir, dass der Aber-glaube im Theater eine enorm große Bedeutung hat. Ein Beispiel hierfür wäre, dass man nicht pfeifen dürfe, weil dies angeblich Unglück bringe. Nun ja. Dann dürfte ja allein aufgrund der Papageienhaltung das Gebäude in Schutt und Asche stehen. Anschließend wurde mein Kurs darüber informiert wurde, wie Perücken hergestellt werden und wie viel Zeit man dafür aufbringen muss. Erstaunt waren wir alle, als es hieß, dass sogar Brusthaare explizit für die Vorstellung angefertigt werden. Erneut wurde mir bewusst, wie viel Geduld manche Berufe erfordern. Dennoch lohnt es sich. Schließlich muss es doch ein großartiges Gefühl sein, die Akteure in selbst geschneiderten Kostümen oder selbstangefertigten Perücken auftreten zu sehen, oder?! Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Rundgang zwar sehr ausführlich war und ich nun eine klare Vorstellung des Theateralltags habe, mir der Aufenthalt jedoch zu kurz war. Meine anfänglichen Kindheitswünsche, neben einen Freizeitpark zu ziehen, wurden durch den Wunsch ersetzt, im Weimarer Theater zu leben. Und die Chancen scheinen nicht schlecht zu sein. Ein Papagei bezieht schließlich auch schon das Theater!? [Lea Jelavic-Cicic]

Theateraufführung von Dürrenmatts "Romulus, der Große"

Mit unserem neuen Wissen, freuten wir uns nun umso mehr auf das Stück, welches wir noch am glei-chen Abend in diesen Hallen besuchen sollten, ,,Romulus der Große", von Dürrenmatt. Der letzte Kaiser des römischen Reiches lässt Rom scheinbar gleichgültig den Bach hinuntergehen und kümmert sich lieber um sein Frühstück und seine Hühner als um sein Volk. Später erfährt man jedoch, dass er dies bewusst herbeigeführt hat, um das Kaisertum zu stürzen. Als die feindlichen Germanen schließlich in Rom einfallen, wurde er auch von seiner Frau und seiner Tochter verlassen und fleht den Germanenherrscher an, ihn umzubringen. Das tut dieser jedoch nicht und er wird am Ende einfach in Pension geschickt, sein Plan scheitert.

Schick gemacht und mit einer Menge Wissen aus unseren Arbeitsmaterialien im Gepäck, machten wir uns abends auf den Weg ins Theater.

Uns erwartete ein auf ‚postmodern' getrimmtes und teilweise etwas verstörendes Stück, doch konnte keiner leugnen, dass Romulus uns mit seinen Sprüchen und einer ordentlichen Portion jugendlichen Charme den Abend versüßt hat. Auch die Darstellung des Germanenführers als dickbäuchigen Bier-liebhaber im babyblauem Jackett, sorgte für einen insgesamt gelungenen Abend. Allerdings konnte der Zuschauer durch eine Überinterpretation einiger Szenen schnell genervt sein, beispielsweise [empfanden manche] eine Einbringung des aktuellen Themas Flüchtlinge und Asylpolitik als völlig unangebracht und nicht passend für diese Theatervorstellung. [Lana-Joy Brück, Lina Kost]

Anna-Amalia-Bibliothek

Am nächsten Morgen machten wir uns auf zur berühmten Anna Amalia Bibliothek, in der ausende mittelalterliche und frühneuzeitliche Buchhandschriften sowie mindestens genauso viele Erstausgaben lagern, wie die erste Gesamtausgabe der lutherischen Bibel, welche alle im Rokokosaal zwischen riesigen Büsten von Schiller und Co. aufbewahrt werden. 2004 gab es den verheerenden Brand, wobei es zu sehr großen Kulturschäden gekommen ist. Heutzutage ist die Bibliothek wieder für Touristen offen. Allerdings sollte man für einen Besuch vorher reservieren. Es werden pro Tag nur 200 Besucher durch die Bibliothek geführt. Der Rokokosaal ist eine dreistöckige Bibliothek, mit Büchern bedeutender Schriftsteller gefüllt. Beim Betreten des Saales verschlug es einem fast die Sprache, es war sehr beeindruckend, unter anderem weil es so riesig ist. Der Saal ist reich ausgeschmückt und überall hängen Bilder und Büsten von Künstlern, unter anderem auch Schiller und Goethe. Der Rokokosaal ist zwar genauso majestätisch wie erwartet, doch hatten wir von der Bibliothek und der Führung, die leider nur durch Audio-Guides erfolgte, allgemein mehr erwartet. [Lana-Joy-Brück, Sebastian Enns]

Wieder im Hostel angekommen, ging es zurück Richtung Heimat. Hinter uns lagen drei sehr unterhalt-same, aber auch sehr lehrreiche Tage, in der Stadt, die wohl für immer als die der Dichter und Denker bekannt sein wird, aber auch für die grausame NS-Vergangenheit unseres Landes. [Lana-Joy Brück]

©2016 Texte: s. Beiträge
Fotos: Markus Hoffmann

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