WvO erfolgreich bei Schülerwettbewerb "25 Jahre deutsche Einheit"

Ein Schülerbericht zur Preisverleihung des diesjährigen Schülerwettbewerbs der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung im Hessischen Landtag

Am 03. Oktober 1990 traten die sechs Länder auf dem Gebiet der DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Dadurch wurde die deutsche Einigung vollzogen. Wo stehen wir als vereintes Deutschland heute, was ist in 25 Jahren in den neuen Bundesländern erreicht worden, wie gut kennen wir in den westlichen Landesteilen diese überhaupt? Zu diesem Thema initiierten die Landeszentrale für politische Bildung und der Hessische Landtag einen Schülerwettbewerb, an dem von September bis Januar dieses Schuljahres zahlreiche Schulklassen und einzelne Schüler aus ganz Hessen teilnahmen.

Der Wettbewerb gliedert sich in einen Teil für die Jahrgangsstufen 6 bis 8, die einen Katalog von Fragen bearbeiten müssen, und in einen Teil für die Jahrgangsstufen 9 bis Q4, bei dem die Teilnehmer zu individuellen Forschungsarbeiten zum Thema "25 Jahre Deutsche Einheit" herausgefordert wurden. In beiden Wettbewerbsteilen konnte die Wilhelm-von-Oranien- Schule Preise einfahren:

Bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern belegte die Klasse 8F, betreut von Frau Renkhoff, einen hervorragenden ersten Platz, indem Sie sich intensiv mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzten, wie z.B. der Geschichte des Reichstages, dem Sitz des Deutschen Bundestages, den kulinarischen Feinheiten der ostdeutschen Küche, dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und dem ehemaligen Stasigefängnis Berlin- Hohenschönhausen.

Auch in der höheren Altersklasse erzielte die Wilhelm-von-Oranien-Schule beeindruckende Ergebnisse: Den ersten Preis erhielt Pauline Erdmann, Jahrgangsstufe Q2, betreut von Herrn Riemer, mit ihrer Filmdokumentation "Unbeugsam an jedem Ort – Eine Begegnung mit Hartmut Richter", die für ihren Wettbewerbsbeitrag eine Reise nach Berlin organisierte, um vor Ort einen Zeitzeugen und ehemaligen Stasi-Häftling zu interviewen. Gleich zweimal ging der zweite Platz nach Dillenburg: Paula German, Klasse 9A, betreut von Herrn Kämpfer, wurde für ihr Plakat "Eine Fahnenflucht bei Nacht und Kälte" ausgezeichnet. Der andere zweite Platz ging an die Teilnehmer des von Frau Renkhoff geleiteten Grundkurses Geschichte bilingual der Jahrgangsstufe Q4, die sich in Form von selbstgestalteten Karikaturen mit der Einstellung Frankreichs, Großbritanniens, der USA und der Sowjetunion zur Deutschen Einheit im Wendejahr 1989/90 beschäftigten. Den dritten Preis erhielt Franziska Weber aus der Jahrgangsstufe Q2, betreut von Herrn Sajon, mit ihrem Beitrag "Deutsches Schicksalsjahr 1989 und die osteuropäischen Nachbarn".

Die Preisverleihung fand in einer von Musik umrahmten Feierstunde in Anwesenheit des Präsidenten des Hessischen Landtages, Herrn Nobert Kartmann, und des Leiters der Landeszentrale für politische Bildung, Herrn Dr. Bernd Heidenreich, statt, die persönlich die Urkunden den Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen überreichten. Außerdem konnten sich die Preisträger über eine Berlinreise (Pauline Erdmann, Q2), Tagesausflüge zum Bergwerk in Merkers sowie zur Gedenkstätte Point Alpha und Buchpräsente freuen.

Insgesamt waren sich die Teilnehmenden der Wilhelm-von-Oranien-Schule einig, dass die in den Wettbewerb investierte Zeit und Mühe sich sehr gelohnt haben.

©2016 Text: Kristin Hedwig, Nora Enseroth, Stefan Riemer, Kerstin Renkhoff
Fotos: WvO, Hess. Landtag

Bildergalerie
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Preisträger der WvO vor der Wilhelm von Oranien-Statue in Wiesbaden
 
 Preisträgerin Pauline Erdmann, Q2, neben Herrn Dr. Bernd Heidenreich
Klasse 8f, Frau Renkhoff 
Q4 Grundkurs Geschichte bilingual 
 Preisträger der WvO und betreuende Lehrkräfte sowie Dr. Bernd Heidenreich, Leiter der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung