Europaministerin Puttrich: "Auf diese Weise wird Europa gelebt"

Jugendpreis 2016: Jugendliche aus vier Partnerregionen werden in der Staatskanzlei in Wiesbaden geehrt. Der WvO-Beitrag gewinnt den 3. Preis.

"Ich freue mich sehr darüber, dass es immer wieder gelingt, junge Menschen in Hessen, der Emilia-Romagna, der Aquitaine und Wielkopolska für den Jugendpreis zu begeistern und damit auch zum Erlernen von Fremdsprachen zu animieren. Solche Begegnungen, wie sie die JugendpreisStiftung jährlich ermöglicht, tragen zur europäischen Verständigung bei. Auf diese Weise wird Europa gelebt", mit diesen Worten begrüßte am 09.05.2016 Lucia Puttrich, die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund, im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbes der JugendpreisStiftung.

An dem internationalen Wettbewerb mit dem Titel "Das Essen. Wirtschaft, Naturwissenschaft, Kultur" haben auch zwei WvO-Schüler, Felicitas Franz und Jannis Lang aus dem Q2 PW-Leistungskurs von Herrn Sajon, teilgenommen. Ihr Beitrag "Typisch großpolnisch? Typisch hessisch? Essen im Vergleich" wurde bilingual in Kooperation mit den polnischen SchülerInnen, und geleitet von Grazyna Skrzypczak, aus dem Oberstufengymnasium in Grodzisk Wielkopolski erstellt. Aus zahlreichen Einsendungen aus Deutschland, Polen, Frankreich und Italien wurden von der internationalen Jury insgesamt acht Beiträge preisgekrönt. Mit dem ersten Preis wurden zwei Arbeiten ausgezeichnet: Schülerinnen des Liceo "Ariosto" aus Ferrara (Italien) und das gymnasiale Schulzentrum aus Brzezno bei Konin (Polen). Die Arbeit der WvO-Schüler wurde mit dem 3. Preis ausgelobt.

Der JugenpreisStiftung-Vorsitzende Herr Harald Kühlborn hat in seiner Laudatio immer das Besondere der jeweiligen Arbeit hervorgehoben. An dem Beitrag der Dillenburger wurde besonders die innovative PREZI-Präsentationsform hervorgehoben, sowie die Kooperationsarbeit der Partnerschulen aus Grodzisk und Dillenburg, die in dieser Form zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte des Wettbewerbs umgesetzt wurde und somit einzigartig war. Die Europaministerin Puttrich hat jedem Gruppenmitglied persönlich gratuliert und jeder Gruppe eine Urkunde überreicht. Musikalisch wurde die Preisverleihung von einem klassischen Streichquartett umrahmt. Am Ende der Veranstaltung wurden alle zu einem kleinen Empfang eingeladen. Das obligatorische Foto auf der Treppe der Staatskanzlei mit der Ministerin Lucia Puttrich durfte auch nicht fehlen.

Begegnungswoche

Neben dem Besuch der Hessischen Staatskanzlei mit dem Höhepunkt der Preisverleihung hatten die Organisatoren und Betreuer viele weitere Attraktionen in der Begegnungswoche in Südhessen vorgesehen. Zum Beispiel hatte der Ehrenvorsitzende der Jugendpreisstiftung, Herr Prof. H. Klose, mit andern den Besuch der Wiesbadener Altstadt, den Besuch im Goethe-Haus und im Filmmuseum in Frankfurt sowie das Dedecius Haus und die Mathildenhöhe mit der Jugendstil-Architektur in Darmstadt in das Programm genommen.

Am letzten Tag dürften die Teilnehmer noch eine weitere Attraktion erleben - das Landesmuseum in Darmstadt mit seiner beeindruckenden und vielschichtigen Kunst-, Geologie- und Zoologie-Sammlung.

Als Besonderheit wurde die Begegnungswoche von einem professionellen Kamerateam begleitet. Alle konnten sich wie ein echter Promi fühlen. Wer wollte, konnte sich zu einem Film-Workshop anmelden und die Geheimnisse der Kameraführung, der Bild- und Tonaufnahme sowie des Schnitts kennenlernen.

Fazit

Insgesamt war die Begegnungswoche - nicht nur wegen des sonnigen Wetters - sehr gelungen. Für unser WvO-Team bedeutete die Teilnahme an Projekt zunächst eine Herausforderung und natürlich zusätzliche Arbeit. Die Verknüpfung von unterrichtlichen Verpflichtungen mit der Projektarbeit war anstrengend und zeitaufwändig. Wir haben ja als Gruppe gearbeitet und mussten Wünsche und Möglichkeiten der anderen Seite berücksichtigen und immer die Bilingualität mitbedenken. Umso größer war natürlich unsere Freude über die Entscheidung der Jury, denn unsere Anstrengung wurde belohnt.

Aus der Begegnung in Südhessen werde ich auf jeden Fall viele neue Impulse mitnehmen. Da ich in dieser Zeit den Jugendlichen aus vier europäischen Regionen viele Fragen über Europa, seiner Perspektiven und Problemen gestellt habe, merkte ich sehr schnell, dass man das Haus Europa aus sehr unterschiedlichen Winkeln anblicken kann. Die Jugendlichen haben sich eher ihrer Nationalität verpflichtet gefühlt und empfanden sich weniger als Europäer. Viele waren wegen der wirtschaftlichen Entwicklung sowie wegen der Flüchtlingskrise besorgt.

Ganz persönlich habe ich auch neue Erfahrungen gesammelt: Ich habe mich mit einem italienischen Zimmer-Kameraden angefreundet, dann wurden wir zu echten Freunden. Wir haben uns sehr gut verstanden, viel Zeit gemeinsam verbracht und unsere Mail-Adressen sowie Handy-Nummer ausgetauscht.

Damit wurden in meinem Fall die Worte der Frau Ministerin Puttrich aus der Begrüßungsrede in der Staatskanzlei Realität. Wir beide "tragen zur europäischen Verständigung bei" und "auf diese Weise wird Europa gelebt".

Ich hoffe, die neue Freundschaft bleibt noch lange bestehen.

©2016 Jannis Lang Q2 PW LK von Herrn Sajon

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