Exkursion des Biologie-Leistungskurses von Frau Weber zum Bahndamm Uckersdorf

Am Montag, den 04.07.2016, machten die Schülerinnen und Schüler des Q2 Biologie-Leistungskurses unter der Leitung von Frau Weber passend zum Halbjahresthema "Ökologie" eine Exkursion in das Feuchtbiotop am Uckersdorfer Bahndamm. Begleitet wurde der Kurs dabei von Herr Jung. Die Wilhelm-von-Oranien-Schule betreut dieses Biotop bereits seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit der Naturland-Stiftung Lahn-Dill-Kreis. Das Ziel dieses Projekts ist es, einen neuen Lebensraum für Reptilien und Amphibien zu errichten, beziehungsweise die alten Lebensräume wiederherzustellen und zu schützen oder eine Ansiedelung seltener Arten überhaupt erst möglich zu machen.

Da Reptilien wechselwarm sind und warme sonnige Oberflächen nutzen, um ihre eigene Körpertemperatur zu erhöhen, wurden bei vorherigen Aktionen der Schule verschiedene Flächen aus dunklen Steinen und Sand errichtet, die sich besonders gut erwärmen. Starker Grasbewuchs verhindert das Erwärmen allerdings, weshalb die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler zuerst einmal darin bestand, Steine und Sand von Gräsern zu befreien. Außerdem wurde der Bahndamm durch junge Weißdornsträucher zu stark beschattet, sodass diese zurück geschnitten werden mussten und daraus ein Totholzhaufen angelegt werden konnte. Währenddessen beschäftigte sich ein kleinerer Teil des Kurses damit, in der Nähe des Ambachs ein Loch zu graben, um einen neuen Tümpel anzulegen. Anschließend entfernte der Kurs indisches Springkraut, da es, wie der Name sagt, in Deutschland nicht heimisch ist und durch seine starke Verbreitung andere heimische Arten verdrängt. Dies stört das ökologische Gleichgewicht, reduziert die Artenvielfalt und kann so letztendlich die Ansiedelung seltener Arten verhindern.

Zum Schluss vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr theoretisches Wissen durch eine Gewässeranalyse des Ambachs. Mithilfe chemischer Schnelltests wurden der pH-Wert, der Ammoniumgehalt und die Wasserhärte ermittelt. Da der Ambach nahe eines Kalksteinwerkes entspringt, führt er sehr hartes Wasser. Außerdem wurde ein Saprobienindex (Indikatoren für den Belastungsgrad eines Gewässers) ermittelt, der die Anzahl und die Art der in diesem Gewässer vorkommenden Lebewesen berücksichtigt. Alle Analysen und Werte zusammen ergaben eine Gewässergüteklasse von 2,5. Der Ambach ist also mäßig bis kritisch belastet.

©2016 Text: Laura Kolb
Bilder: Kerstin Weber

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