"Das Experiment ist beim Experimentieren nicht das Wichtigste…"

Am Donnerstag, dem 30. Juni 2016, besuchten Herr Prof. Dr. Rainer Mehren und etwa 40 Studenten der Universität Gießen den Erdkundeunterricht der Klassen 8B und 8C von Frau Theile und Frau Brück.

In einem Didaktikseminar an der Universität Gießen entwickelten die Studierenden Geoboxen zum Thema "Bodenversalzung", die mit dem entsprechenden didaktischen Material im Erdkundeunterricht erprobt werden sollten. Demnach arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in der Erdkundestunde in 5er-Gruppen zusammen und wurden dabei von jeweils 4 Studierenden unterstützt. Zu Beginn stellten sie Fragen an zwei Bilder, die die Bodenversalzung auf einer Plantage im ariden Usbekistan veranschaulichten. Anschließend wurde ein Experiment zur Beantwortung der gestellten Fragen geplant und Hypothesen zum Ausgang des Experiments formuliert. Wichtige Begriffe zum Experimentieren, wie die "unabhängige Variable", wurden erörtert. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten, dass die Durchführung des Experiments nicht notwendig war, da das Ergebnis anhand logischer Schlussfolgerungen erahnt werden konnte. Die Erkenntnisse wurden mithilfe eines Wirkungsgefüges und anhand der Erläuterung von Abbildungen gesichert. Demzufolge ermittelten die Studierenden, dass das Experiment beim Experimentieren nicht unbedingt das Wichtigste für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist, sondern dass die kognitive Aktivierung sowie die Vor- und Nachbereitung maßgebend sind.

Nach einer erfolgreichen Evaluation und Überarbeitung können diese Boxen zukünftig am Institut der Geographie für den Unterricht ausgeliehen werden.

Die Schülerinnen und Schüler hatten viel Freude bei der Erprobung der Geoboxen, weshalb wir uns recht herzlich für den Besuch bedanken. Auch in der Zukunft stehen wir gerne für die Erprobung neuer Unterrichtsideen zur Verfügung!

©2016 Text und Bilder: Maja Brück

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