Leistungskurs Erdkunde informiert sich über Entwicklungszusammenarbeit

Der Erdkunde-Leistungskurs der Jahrgangsstufe Q4 hat am 8. Februar 2017 das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn besucht, um dort einen Vortrag über die Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung zu hören.


In der Q3 sind Entwicklungsländer ein Themenschwerpunkt. Daher haben wir uns in dem letzten halben Jahr mit Problemen nicht-industrialisierter Staaten und der Entwicklungszusammenarbeit befasst.

In Bonn ergab sich nun die Gelegenheit, die gelernten Unterrichtsinhalte zu vertiefen und einen Einblick in die praktische Entwicklungszusammenarbeit der Mitarbeiter vor Ort zu bekommen. Unsere Gruppe wurde in einem historisch wertvollen Gebäude empfangen, dem ehemaligen Bundeskanzleramt, welches seit 2006 das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beherbergt.

Nach der Begrüßung und einem Gruppenfoto (siehe Bild) gingen wir in den heutigen Nelson-Mandela-Saal, welcher in der Vergangenheit als NATO-Saal genutzt wurde.

Zu Beginn erhielten wir eine kurze Einleitung über die Historie des Bundeskanzleramtes und des nun ansässigen Ministeriums. Dann stellte eine Mitarbeiterin die Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel des Entwicklungslandes Irak mit aktuellen Bildern und Berichten vor, welche die Mitarbeiterin auf Auslandseinsätzen im Irak gesammelt hatte. Es ging um die Zerstörung des Landes durch den IS, die Situation der dortigen Bevölkerung sowie die Vorgehensweise und Schwierigkeiten beim Wiederaufbau des Landes. Weiterhin ging es um die umkämpfte Stadt Mossul und die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der irakischen Regierung bei der Verdrängung des IS.

Durch zahlreiche Nachfragen gestaltete sich ein sehr interessanter Vortrag, in dem es um weitere Themen ging, z.B. weshalb man als Industrieland andere Länder fördern sollte, die Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit, die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr oder die UN-Ziele der Entwicklung.

Im Anschluss an dieses Gespräch folgte ein Vortrag einer weiteren Mitarbeiterin über die Textilindustrie und auf welche verschiedenen Faktoren bei dem Kauf neuer Kleidung und weiterer täglicher Konsumgüter geachtet werden sollte, um die Ausbeutung der Entwicklungsländer zu verhindern. Allerdings musste dieser Vortrag aufgrund der fortgeschrittenen Zeit gekürzt werden, weshalb es zu keiner ausführlicheren Fragerunde mehr kam.

Alles in allem wurde die Exkursion von dem Kurs als erfolgreich betrachtet, auch wenn der erste Vortrag in der Qualität überzeugender war und bei dem zweiten Vortrag ein roter Faden schwerer zu erkennen war.

Trotz dieser Kritikpunkte war dieser Besuch sehr informativ und sehr abwechslungsreich zu den theoretischen Schwerpunkten im Unterricht. Es ist immer wieder interessant, Theorie mit Praxis zu verbinden und zu sehen wie im Unterricht gelernte Dinge in der Praxis umgesetzt werden.

©2017 Text Max Faber, Nele Hahn, Leon Merte, Lelaina Schmidt
Foto: Hans-Joachim Möbus, BMZ

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