Rechtschreibfallen erfolgreich gemeistert

Diktatwettbewerb "Dillenburg schreibt" sorgt für rauchende Köpfe im Atrium der WvO

Wie schreibt man eigentlich das Wörtchen anderswohin? Fährt man, wenn man Australien bereist, nach Downunder, Down Under oder Down-Under? Und wird der Das-muss-man-erlebt-haben-Moment wirklich mit fünf Bindestrichen gekoppelt?

Über diesen und weiteren kniffligen Rechtschreibfragen brüteten am Montagmittag die E-Phasen-Schüler der Dillenburger Wilhelm-von-Oranien-Schule im Rahmen des Diktatwettbewerbs "Dillenburg schreibt". Wie schon bei den drei vorangegangenen Malen war die im Atrium stattfindende Veranstaltung, bei der auch ausgewählte Schüler aus den Mittelstufenklassen 7-10, Lehrkräfte sowie Vertreter der lokalen Prominenz ihren Kenntnisstand in Sachen Orthographie unter Beweis stellen konnten, von WvO-Lehrer Jan Harms organisiert worden. "Mit diesem Diktatwettbewerb wird das Ziel verfolgt, die Bedeutung der Orthografie in allen gesellschaftlichen Bereichen ins Bewusstsein zu rufen", erklärte Harms hinterher und verwies darauf, dass es deshalb wünschenswert sei, wenn sich im kommenden Jahr noch weitere Personen des öffentlichen Lebens am Wettbewerb beteiligen würden.

Eröffnet worden war die Veranstaltung von Dr. Wolfgang Nickel, dem stellvertretenden Schulleiter, der die abnehmende Bedeutung der Rechtschreibung bedauerte und anführte, dass man fast keine Bewerbung mehr zu lesen bekomme, die frei von Fehlern sei. "Die Rechtschreibung ist eines der höchsten Kulturgüter", betonte der Studiendirektor, ehe er das Wort schmunzelnd "an den Diktator" Harms übergab.

Dieser las den mit allerhand Rechtschreibfallen gespickten Text "Grüße aus der Ferne" vor und projizierte diesen anschließend mithilfe von Powerpoint-Folien abschnittweise an die Wand, woraufhin das Plenum seine Diktate zunächst selbst verbesserte.

Nachdem Harms dann noch gemeinsam mit den beiden Deutsch-Leistungskursen von Frau Sippel (Q4) und Herrn Minde (Q2) die besten Texte einer Zweitkorrektur unterzogen hatte, wurden die Bestplatzierten in drei Kategorien bekanntgegeben: Bei den Schülern der Klassenstufe 7 und 8 belegte Maro Haffner Platz eins, während Carlotta Engelhardt in den Stufen 9 und 10 den sichersten Rechtschreibauftritt hinlegte. Bei den Schülern der E-Phase sicherten sich Hanna Leinweber, Annemarie Fehre sowie Nele Oelkers und Marleen Kempfer (beide Dritte) die Plätze auf dem Treppchen, gefolgt von Delia Schmidt, Antonia Broich und Hannah Lanzer.

Bei den Lehrern erreichte Christian Weitz den dritten Platz, Rang zwei teilten sich Judith Demmer und Angela Gehrmann, während Ruth Schneider und Nico Hartung auf Platz eins landeten.

Die am Montag ausgerichtete Veranstaltung war zugleich der Vorentscheid für den landesweiten Diktatwettbewerb "Frankfurt schreibt", der am 12. Juni im Goethe Gymnasium der Mainmetropole stattfinden wird. Dann wird die WvO mit einem Team aus den fünf rechtschreibstärksten Schülern der E-Phase sowie zwei Lehrern versuchen, den erfolgreichen Vorjahresauftritt zu wiederholen, als Sophia Steinseifer in der Kategorie "Schüler" am Ende auf einem hervorragenden zweiten Platz gelandet war.

©2018 Text: Nico Hartung
Bilder: Markus Hoffmann

Bildergalerie
(zum Vergrößern auf das Bild klicken)