Wohnungsbau für heimische Singvögel trägt erste Erfolge

Im Winter 2017/2018 begannen die Schülerinnen und Schüler der Umweltschutz-AG mit einem Projekt, welches vorrangig heimische Singvögel in ihren Beständen unterstützen soll. Seit den Anfängen des Vogelschutzes zählt das Bauen und Anbringen von Nistkästen zu den festen Bestandteilen aktiver Naturschutzarbeit vor Ort. Künstliche Nisthilfen sind vor allem da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen.

In den AG-Stunden wurden zunächst fleißig Futterknödel und -glocken für den Einsatz im Umfeld der Schule sowie im heimischen Garten selbst hergestellt. In der Schulwerkstatt wurden daraufhin Vogelhäuschen konstruiert.

In einem ersten Schritt erstellten die Schüler eine technische Zeichnung, um daraus den Material- und Bauplan abzuleiten. Danach konnte mit dem Handwerkeln begonnen werden. In liebevoller Handarbeit wurde fleißig gesägt, gebohrt und geschraubt. Damit die Nisthilfen auch der Witterung standhalten, wurden sie abschließend ohne Chemie Lösungsmitteln vogelfreundlich mit Leinöl gestrichen. Als Endprodukt konnten sich drei bezugsfertige Vogelbehausungen speziell für Meisenvögel sehen lassen.

Noch vor der Balz- und Paarungszeit wurden die Nistkästen im Februar 2018 im Waldgebiet oberhalb der WvO nach Absprache mit dem zuständigen Revierförster Jens Büttner im hiesigen Buchenbestand installiert.

Mit großer Spannung fieberten nun die AG-Teilnehmerinnen der Kontrolle und Säuberung der Nistkästen entgegen. Um anderen heimischen Tierarten, wie Siebenschläfer und Co, einen passenden Unterschlupf für die Wintermonate zu gewähren, entschied man sich, die Säuberung auf das Winterende im Februar 2019 zu verlegen.

Zwei der insgesamt drei Nisthilfen wurden dabei von Brutpaaren angenommen. In der kuscheligen Inneneinrichtung der Nistkästen, die vorrangig aus Moos bestand, konnte man auch Daunenreste finden. Von diesen lässt sich auf Kohl- oder Schwanzmeisen als ehemalige Bewohner schließen.

Im dritten Nistkasten konnte zwar kein Nest nachgewiesen werden. Dafür diente dieser aber immerhin als Geheimlager von Eicheln, vorzugsweise als Futterquelle für ein Eichhörnchen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass auch in diesem Jahr die Wohnungen von Brutpaaren bezogen werden.

Auch zukünftig möchten die AG-Teilnehmerinnen in den Wintermonaten aktiv werden und weitere Nistkästen zusammenwerkeln.

©2019 Text & Bilder: Timo Jung

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