
Glück Auf! Bergbau hautnah
Exkursion ins Erlebnisbergwerk Merkers
„Das war der coolste Schulausflug, den wir je gemacht haben!“ – so das Feedback einiger Teilnehmer. Zum wiederholten Male fuhren die Chemie-Lehrkräfte auch in diesem Jahr mit ihren Lerngruppen der Jahrgangsstufe 9 ins Erlebnisbergwerk in Thüringen, um die manchmal doch sehr theoretischen Chemieinhalte rund um das Thema Salze um praktische Einblicke in den Bergbau zu erweitern.
Ausgerüstet mit Schutzhelm und nach einem lautstarken „Glück Auf!“ ging es mit einem Aufzug herunter auf 510 Meter „Teufe“, so wird die Tiefe in der Bergbausprache genannt. Was wohl einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Begeisterung der Lernenden geleistet hat, ist die rasante Fahrt auf offenen LKW auf den dunklen Straßen unter Tage – da kann auch mal ein Helm verloren gehen und wach waren dann tatsächlich auch diejenigen, die noch mit Müdigkeit bedingt durch die sehr frühe Abfahrt (Treffunkt 6:15 Uhr an der WvO) kämpften.
Ein Highlight war gleich das erste Ziel der Fahrt: Der unterirdische Konzertsaal mit einem riesigen Schaufelradbagger, dem größten Bergbaugerät unter Tage. Hier traten schon Stars wie Chris de Burgh oder BAP auf und die Schülerinnen und Schüler bekamen mit einer Lasershow und Musik einen Eindruck von der fantastischen Akustik.
Auch das Herz von Geschichtefans dürfte höher geschlagen haben, als sie auf 400 Metern Teufe des Goldraum erblickten: Hier lagerten die Nazis Gold und Kunstschätze von unfassbarem Wert, die von den Amerikanern gefunden wurden. Originalfilmaufnahmen zeigten eindrucksvoll die weltweite Aufmerksamkeit für diesen spektakulären Fund.
Während der ereignisreichen Fahrten zwischen den Stationen gaben die Tour-Guides immer wieder Informationen rund um den früheren Abbau des Salzes im Bergwerk, zeigten an verschiedenen Stopps bemerkenswerte Salzstrukturen und Geräte des Bergbaus. Eine simulierte Sprengung und ein „Autokino“ rund um den früheren Salzabbau verdeutlichten die Effizienz der technischen Vorgehensweise, aber auch die Gefahren des Bergbaus. Technikinteressierte kamen auch im Bergbaumuseum auf ihre Kosten, denn hier konnten zahlreiche Bergbaugroßgeräte bestiegen werden und manches Mal als Selfiehintergrund dienen.
Einen weiteren Höhepunkt stellte die Kristallgrotte auf 800 Metern Teufe dar: In dieser 1980 entdeckten Höhle konnten effektvoll beleuchtete riesige Salzkristalle bestaunt werden.
Ein großer Dank gilt dem Förderverein Wilhelms Freunde, der dieses Erlebnis auch in diesem Jahr mit großzügiger Unterstützung für unsere Schülerinnen und Schüler ermöglicht hat.
- 2026
- copyright Text: Katrin Rassner-Hohmann, WvO
- copyright Foto: Katrin Rassner-Hohmann, WvO




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