Chemietage

 

Am 20. und 21. April 05 fanden in den Laborräumen der Wilhelm-v.-Oranien-Schule Chemietage für die Oberstufe statt. Daran nahmen die Kurse 13 Lk Chemie (Melzer), 13 Gk Chemie (Hickel), 12 Lk Chemie (Becker), 21 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11 teil. Dazu kamen SchülerInnen der Jahrgangsstufen 11 und 13 des Beruflichen Gymnasiums der Kaufmännischen Schulen.

Auf Einladung von uns besuchte der Dozent der TU Darmstadt Dr. Klaus Jürgen Wannowius die Schule. Im Rahmen des Projekts "Die Technische Universität Darmstadt unterwegs in Hessen" hatten die Oberstufenschüler die Möglichkeit, einen Tag wie im Chemiestudium an einer Universität zu erleben. Diese seltene Gelegenheit nahmen 84 Schüler beider Schulen wahr.

Nach einer einführenden Vorlesung über die Reaktionskinetik und ihre Geschwindigkeitsge-setze und die Zusammenhänge zwischen Reaktionsmechanismus und Reaktionsordnung in-formierte Dr. Wannowius über das Chemiestudium und die geplanten Umstrukturierungen. Danach wurden in den Labors der W.v.O. Experimente durchgeführt, wie sie im Grundstudi-um Chemie der TU Darmstadt enthalten sind. Dazu erhielt jeder Teilnehmer eine ausführliche Versuchsbeschreibung.

Am Vortag hatte Dr. Wannowius mit unserer Hilfe alle Experimente vorbereitet, so dass un-mittelbar nach der Einführung begonnen werden konnte. In Arbeitsgruppen wurde die Kinetik der Jodierung von Aceton untersucht. Die Umsetzung erfolgt nach der Bruttogleichung

CH3-C(O)-CH3 + I2 --> CH3-C(O)-CH2I + H+ + I1-

Im Experiment wurde die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von der Konzentration der Säure, dem Jod und dem Aceton untersucht. Dazu wurde die zeitliche Abnahme der Jod-Menge bei variierenden Konzentrationen von Aceton und Säure photometrisch verfolgt.

Nach der Kalibrierung der Photometer wurden wenige mL der Lösungen der Reaktionspartner in Küvetten pipettiert und die Absorbanz (Extinktion) in Abhängigkeit von der Zeit gemessen. Es galt die Überschuss- und Unterschusspartner herauszufinden. Mit Hilfe des Programms Origin V6.1 wurden die Werte für Steigung und Achsenabschnitt ermittelt und die Reaktions-ordnungen bezüglich der Überschusspartner ermittelt.

Andere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit weniger anspruchsvollen Experimenten: Aus Fe2O3 oder Fe3O4 und Mn2O3 wurden mit Hilfe des aluminothermischen Verfahrens elemen-tares Eisen und Mangan hergestellt. Unter starker Rauch- und Feuerentwicklung wurden die-se Experimente im Außengelände der Schule durchgeführt.

Eine weitere Aufgabe bestand darin Beschichtungen durch ammoniakalische Silbernitratlö-sungen und Dextrose herzustellen. Die Zeit war so eingeteilt, dass von jedem Teilnehmer alle Experimente durchzuführen waren. Als Andenken konnte jeder eine versilberte Flasche, einen Button mit dem Logo der TU Darmstadt und dem eigenen Namen und eine Teilnahmebescheinigung mit nach Hause neh-men.

Eine insgesamt gelungene Veranstaltung!!

 

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