Ich weiß genau, dass der Ärmel woanders war!

Schüler der Wilhelm-von-Oranien-Schule stellen moderne Kunst in der Stadtbücherei Dillenburg aus

Jetzt – wie in jedem anderen Augenblick – verrichtet sie heimlich, still und leise ihr Tun: die Zeit. Keine Bewegung, keine Veränderung wäre ohne Zeit möglich; sie ist unumkehrbar und manchmal lästig, ein anderes Mal wunderschön – aber immer mit unserem Leben verknüpft.

Was bedeutet das für uns? Welche Spuren hinterlässt sie? Wann fällt sie uns überhaupt auf? Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Oberstufenschüler eines Kunstkurses unter der Leitung ihrer Lehrerin Martina Bölck beschäftigt, indem sie zunächst kleine Zeitexperimente, dann Umfragen in ihrer Umgebung und Recherchen in physikalischer, philosophischer und historischer Hinsicht durchgeführt haben. Auch moderne Künstler, die sich mit dem Phänomen Zeit auseinandergesetzt haben, wurden eingehend angeschaut.

Im Laufe des Gestaltungsprozesses ganz eigener Werke kommen die jungen Künstler dann zu tiefgreifenden und spannenden Ergebnissen: Da fragt etwa die Installation von Beyza Caner, Hanna Kauferstein und Chantal Simon durch frei bewegliche Folien, welchen gesellschaftlichen und ästhetischen Aspekten der Modewandel unterliegt. Ob da wohl etwas durch die Zeit hindurchscheint? Tom Hudel, Thiemo Hundt, Björn Klute und Sascha Schmidt führen dagegen den Betrachter mittels eines Videos in die gefühlte Zeit einer extremen Situation.

An anderer Stelle irritiert wiederum ein Ärmel am Bund eines von vielen T-Shirts, die in der Installation von Jennifer Faruga, Clara Mey und Leonie Köhler die Frage aufwerfen, was Zeit mit Erinnerungen macht. In einem weiteren Kurzvideo gehen schließlich Selina Gutermuth, Laura Kolb und Laura Moos auf die Suche nach den Grenzen der Jugendlichkeit und ihrem Reiz für die Gesellschaft.

Neugierig geworden? Dann können Sie sich „mit der Zeit“ noch bis zum Ende der Sommerferien in der wunderschönen Stadtbücherei Dillenburg bewegen lassen.

Bildergalerie
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©2015 Text und Fotos: Martina Bölck