Die WvO ist international hervorragend aufgestellt

Schüler berichten über ihre Auslandserfahrungen

Globalisierte Welt

In Zeiten der Globalisierung ist Internationalität immer gefragter und wichtiger. Mehrsprachigkeit, Kennenlernen und Akzeptanz fremder Kulturen und nicht zuletzt Schließen von Freundschaften rund um den Globus sind längst Teil der modernen Gesellschaft.

Jährlich verbringen etwa 2.000 junge Menschen ein Jahr in Deutschland. Und sogar 12.000 – 14.000 deutsche Schüler wagen jährlich Abenteuer Auslandsjahr.

Ziel solcher Auslandsjahre sind vor allem die Verbesserung der Sprachkenntnisse, das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen sowie internationale Beschlagenheit. Nach 1945 galt es zunächst, durch verschiedene Programme, Demokratie- und Friedenerziehung zu betreiben, weshalb viele Organisationen wie z. B. das Dt.-Franz. oder das Dt.-Poln. Jugendwerk entstanden sind. Um den internationalen Jugendaustausch zu erleichtern, wurden auch teilweise kommerzielle Firmen wie AIFS, EF oder Travel Works gegründet.

Austauschprogramme an der WvO

Genau dieses Internationale wird an der Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg durch diverse Austauschprogramme und Reisen hoch geschätzt und gefördert.

So erfahren Oberstufenschüler im Herbst 2015 zum Beispiel die Welt aus der polnischen Perspektive zu sehen. Im Rahmen eines erstmalig stattfindenden Austauschprogrammes, welches letztendlich sogar in der Einladung zweier Schüler nach Warschau zum deutsch-polnischen Forum mit den beiden Außenministern der jeweiligen Länder mündete, wurde sich gegenseitig „beschnuppert“ und ausgetauscht.

Jährlich findet ein Schüleraustausch für die Oberstufe mit den USA und mit Finnland statt. Einer der Teilnehmer, Jannis Lang, beschreibt das folgendermaßen:

„Ich war sehr von der Herzlichkeit der US-Amerikaner und der Gemeinschaft, die entstanden ist, angetan. Während meines 2-wöchigen Aufenthalts in Sioux Falls/South Dakota haben wir auch viele Sehenswürdigkeiten wie z.B. das berühmte Mount Rushmore oder die Hauptstadt Washington gesehen.“

Jene Gastfreundschaft lernen auch die Schüler der Mittelstufe während des einwöchigen Frankreichsaustauschs kennen, der sie in die Region Nord-Pas-de-Calais führt.

Wettbewerbe und kulturelle Weiterentwicklung

Aber nicht nur Austauschprogramme bieten die Möglichkeit, den kulturellen und sprachlichen Horizont weiterzuentwickeln.

Denn die Teilnahme an Wettbewerben eröffnet, dank der zu behandelnden Themen und der zu gewinnenden Preise, Zugang zu neuen Erkenntnissen und Bekanntschaften mit anderen Kulturen. Einer der Preisträger des internationalen Wettbewerbs 2016 der Jugendpreisstiftung – Jannis Lang – berichtet über seine Erfahrungen:

„Ich war über die gute Atmosphäre und die problemlose Verständigung zwischen den Jugendlichen aus vier Nationen positiv überrascht. Die Stiftung hat die Gewinner aus den drei hessischen Partnerregionen Aquitaine, Emilia-Romagna und Wielkopolska für fünf Tage nach Südhessen eingeladen. Auch wenn wir aus verschiedenen Ländern stammten und das Programm des Treffens anspruchsvoll war, sind wir alle sehr gut miteinander ausgekommen; verständigt haben wir uns entweder auf Deutsch oder Englisch. Dort habe ich meinen neuen Freund gefunden – Davide aus Ferrara. Unsere Freundschaft besteht bis heute.“

Aber nicht nur Wettbewerbe – auch engagierter Unterricht kann in einer Auslandsreise, z. B. nach Straßburg, münden.

Solche attraktiven „Besonderheiten“ müssen nicht mal zusätzliches Geld kosten. Oft erklären sich Institutionen oder Organisationen bereit, besonders innovative Projekte finanziell zu unterstützen. Die Schüller sollen in solchen Fällen aber auf jeden Fall Fleiß und gute Ideen mitbringen. Das ist unsere Erfahrung und wärmste Empfehlung für unsere „WvO-Nachfolger“, die jetzt von uns den Stab übernehmen.

Spielend leichtes Lernen und Spaß am Unterricht

Das internationale Verständnis der Jugend zu fördern, erscheint uns äußerst wichtig. Insbesondere in Zeiten, in denen die internationale Gemeinschaft mit Herausforderungen wie dem IS-Terror, aufstrebendem Populismus oder auch der EU-Krise mit dem Brexit konfrontiert wird.

Zudem bringt die Internationalität an Schulen wie der WvO nicht nur kulturelles und politisches Verständnis, sondern die Schüler nehmen in Verbindung mit Austauschprogrammen gerne und scheinbar spielend leicht am Unterricht teil. Denn sie erkennen, dass es zum Beispiel Sinn macht, Französischvokabeln zu pauken, um sich später einmal mit den Austauschpartnern zu unterhalten.

Rückblickend auf unsere Schulzeit können wir als Abiturienten die Bedeutung des internationalen Engagements für unsere Entwicklung klar erkennen und wir sind für die uns durch die WvO eröffneten Möglichkeiten sehr dankbar.

Für die künftigen WvO-Schülergenerationen hoffen wir, dass sie genauso viel von den Austauschprogramen und Kooperationen profitieren wie der jetzige Abiturjahrgang, da die WvO international hervorragend aufgestellt ist.

©2017 Franziska Weber und Jannis Lang, Q4 PW LK von Hr. Sajon

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